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"Die Top 3 sind einen Schritt voraus" - Scott Redding analysiert BMW-Situation

BMW-Werkspilot Scott Redding spricht über die Anpassung an die M1000RR und erklärt, wie er in der Superbike-WM auf das Podium zurückkehren möchte

(Motorsport-Total.com) - Vor seinem Wechsel von Ducati zu BMW sprach Scott Redding von Siegen. Der Vize-Weltmeister von 2020 und WM-Dritte von 2021 wollte BMW in der Superbike-WM zum großen Erfolg führen. Doch beim Saisonauftakt in Aragon setzte Ernüchterung ein. Redding realisierte, dass Podestplätze zum jetzigen Zeitpunkt schwierig zu erreichen sind. In Assen und Estoril zeigte die Formkurve nach oben.

Scott Redding

Scott Redding weiß, dass es aktuell nicht an ihm liegt Zoom

Redding zeigte sich in den Top 5, doch zu den drei Spitzenfahrern klaffte eine große Lücke. Bei den ersten drei Events fuhren Alvaro Bautista (Ducati), Jonathan Rea (Kawasaki) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha) in einer eigenen Liga.

"Der Rückstand ist zu groß", erkennt Redding. "Die Top 3 sind einen Schritt voraus. Es ist ähnlich wie im Vorjahr. Die Kawasaki, Ducati und Yamaha fuhren an der Spitze davon und dann gab es Kämpfe um Platz vier und fünf. Bei einigen Rennen ist der Rückstand geringer."

Anpassungsphase für Scott Redding noch nicht abgeschlossen

"Ich befinde mich nach wie vor in der Anpassungsphase. Denke ich, dass wir jetzt ums Podium kämpfen können? Nein. Aber wir können es in die Top 5 schaffen. Das sagte ich bereits vor dem Saisonstart", kommentiert Redding und erklärt seinen Plan: "Wir müssen es in die Top 5 schaffen. Dann müssen wir uns dort behaupten und schauen, wie wir den Rückstand verringern können."

Scott Redding

Scott Redding arbeitet weiter an der Anpassung an den Reihenmotor Zoom

"Wenn wir so weiterarbeiten, dann besteht die Chance, es zu schaffen. Ich weiß, dass ich schnell genug bin", gibt sich der Brite selbstbewusst. Seit dem Saisonstart hat er sich immer besser an die BMW M1000RR angepasst. "Aragon war ein Desaster. In Assen gelang uns ein Schritt. So wollen wir weitermachen. In Estoril funktionierte das Motorrad gut mit den Einstellungen, die wir in Assen verwendet haben. Das ist gut", stellt Redding fest.

"Mein natürlicher Fahrstil entspricht dem des V4-Motors. Ich fuhr so viele Jahre damit. Es ist normal. Es heißt nicht, dass ich nicht mit einem Reihen-Vierzylinder-Motor fahren kann. Ich muss es aber verstehen", bemerkt der ehemalige MotoGP-Pilot.

"Mittlerweile fühlt es sich schon eher wie mein Motorrad an", freut sich der BMW-Neuzugang. "Das Hinterrad ist beim Bremsen in der Luft und ich habe ein gutes Gefühl für das Gas. Zu Beginn war einfach alles falsch. Mein erster Kommentar war, dass alles anders ist. Jetzt komme ich zurecht. Die meisten Sachen fühlen sich so an, wie ich es gewöhnt bin."

BMW in der Superbike-WM aktuell nur fünfte Kraft

In der Herstellerwertung liegt BMW nach drei Events nur auf Position fünf. Honda befindet sich in Schlagdistanz, doch Ducati, Kawasaki und Yamaha haben deutliche Vorteile. "Das Motorrad macht einen Unterschied aus. Das habe ich bereits in der MotoGP gesagt, wo das Motorrad noch entscheidender ist", bemerkt Redding.

Scott Redding

Scott Redding war zuletzt meist bester BMW-Pilot Zoom

"Man sieht es hier bei Alvaro. Er wechselte von einem Motorrad zu einem anderen und ist wieder zurück an der Spitze", schildert Redding mit Blick auf Bautistas Wechsel von Honda zu Ducati. "Doch gleichzeitig fährt Rinaldi hinter mir. Das Motorrad ist wichtig, doch man braucht auch den passenden Fahrer. Das ist auch bei Kawasaki und Yamaha so. Ein Fahrer kann mehr herausholen als ein anderer", erkennt Redding.

Michael van der Mark hinterlässt bei BMW eine große Lücke

Und wie sehr wird BMW von Michael van der Marks Verletzungspech zurückgeworfen? "Es ist beschissener für ihn als es für mich ist. Er war den ganzen Winter über verletzt. Dann kam er zurück, fuhr ein Rennen und verletzte sich erneut. Er wird lange Zeit pausieren müssen. Das ist für jeden Mist. Ich wünsche das niemandem", erklärt Redding.

Van der Marks Sturz im FT1 des Renn-Wochenendes in Estoril sorgte in der BMW-Box für entsetzte Gesichter. Auch Redding leidet mit seinem Teamkollegen: "Es machte mich traurig, als ich die Bilder sah. Mir war klar, dass das nichts Gutes heißt. Ich bin jetzt wieder auf mich selbst gestellt. Ich startete aber bereits ohne Referenz in die Saison."

Dank des Bonovo-Teams erhält BMW in diesem Jahr Informationen von zwei weiteren schnellen Fahrern. Für Redding sind diese Daten aber keine große Hilfe. "Eugene (Laverty) ist kleiner und Loris (Baz) hat einen anderen Fahrstil", stellt er fest. "Unsere Abstimmungen sind also ziemlich unterschiedlich. Doch wir geben die gleichen Kommentare."

Vor dem Wochenende in Misano ist Loris Baz als WM-Zehnter bester BMW-Pilot. Scott Redding folgt auf Position elf. Eugene Laverty liegt auf der 15. Position. Michael van der Mark, der nur in Assen fuhr, wird auf Position 17 der Fahrerwertung geführt.

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