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"Schwache Qualität": Yamaha schießt gegen die Rennkommissare

Massimo Meregalli ist mit den Einschätzungen der Rennkommissare nicht einverstanden - Freddie Spencer und Co. müssen aus ihren Fehlern lernen

(Motorsport-Total.com) - Die beiden Rennen beim Grand Prix von Spanien in Jerez mussten jeweils nach Startunfällen abgebrochen werden. In beiden Fällen war ein Yamaha-Fahrer involviert. Im Sprint war es Franco Morbidelli und im Hauptrennen Fabio Quartararo.

Titel-Bild zur News: Massimo Meregalli

Massimo Meregalli war in Jerez wütend auf die Rennkommissare Zoom

Samstagabend sprachen die drei Rennkommissare Freddie Spencer, Andres Somolinos und Tamara Matko eine Long-Lap-Strafe für Morbidelli aus. Yamaha legte Einspruch ein. Dafür müssen 1.320 Euro hinterlegt werden.

Aber Ralph Bonhorst und Mario Solana, die in Jerez Einsprüche behandelten, wiesen ihn ab. Die Strafe für Morbidelli hatte Bestand. "Wir glaubten, dass sie einen Fehler gemacht haben", sagt Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli bei 'MotoGP.com'.

"Wir unterstützen natürlich unsere Fahrer. Aber sie haben den Einspruch abgewiesen." Somit musste Morbidelli im Sonntagsrennen seine Strafe antreten. Dann erhielt Quartararo für den Unfall im Grand Prix auch eine Long-Lap-Strafe.

Gegen diese konnte kein Einspruch erhoben werden. Sie wurde zwar während der roten Flagge ausgesprochen, aber praktisch während des Rennens. Deshalb können solche Tatsachenentscheidungen nicht angefochten werden.

"Wir sind zur Rennleitung gegangen, weil wir nicht wirklich verstanden haben, warum sie Fabio bestraft haben", ärgert sich Meregealli. Er ging gemeinsam mit Teamchef Lin Jarvis zu den Rennkommissaren, um die Sache zu besprechen.

"Nachdem wir mit ihnen gesprochen hatten, sind wir noch mehr überzeugt, dass sie einen Fehler gemacht haben. Sie haben uns die Bilder aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Am Ende konnten sie uns nicht überzeugen, dass ihre Entscheidung richtig war."

Freddie Spencer

Seit 2019 ist Ex-Weltmeister Freddie Spencer Teil der Rennkommissare Zoom

"Wir verstehen, dass sie unter Druck stehen. Das darf aber nicht bedeuten, dass sie bei einem Unfall immer jemanden bestrafen müssen", findet Meregalli. Die Situation mit Quartararo bewertet er als einen "komplett normalen Rennunfall".

"Ich war erstaunt, als ich ihre Entscheidung gesehen habe. Aber es ist, wie es ist. Als wir die Rennleitung verlassen hatten, waren wir überzeugt, dass sie ihre Entscheidung angezweifelt haben. Wir hoffen, dass sie auch aus ihren Fehlern lernen."

Für Meregalli steht nach dem Jerez-Wochenende bezüglich der Rennkommissare fest: "Es war eine schwache Qualität von Professionalismus." Quartararo wurde schließlich Zehnter. Er musste die Long-Lap zweimal fahren, weil er die erste nicht korrekt absolviert hatte.

Morbidelli folgte nach seiner Strafe als Elfter. "Ich bin enttäuscht, weil ihre Entscheidungen natürlich unser Rennen beeinflusst hat", seufzt Meregalli. "Wir wollen glauben, dass sie daraus lernen werden."

Für das nächste Grand-Prix-Wochenende in Frankreich wurde angekündigt, dass sich die Rennkommissare mit den Fahrern zusammensetzen werden. Erstmals seit Spencer Anfang 2019 das Amt als Vorsitzender der Rennkommissare übernommen hat, wird es diese breite Aussprache geben.

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