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Petronas-Yamaha mit Morbidelli in Top 6: "Es war einfach, schnell zu fahren"

Franco Morbidelli scheint der Umstieg von Honda auf Yamaha gelungen zu sein: Beim Valencia-Test glänzt er in den Top 6 - Zusammenarbeit mit Forcada "sehr gut"

(Motorsport-Total.com) - Franco Morbidelli ist die Umstellung von der Honda auf die Yamaha beim Valencia-Test geglückt. Der Italiener zeigte sich an beiden Testtagen in den Top 6. Er arbeitet 2019 mit Crewchief Ramon Forcada zusammen, der die Crew von Maverick Vinales im Werksteam aufgrund von Spannungen verlassen hatte. Die Zusammenarbeit mit dem Moto2-Champion des Jahres 2017 hat im neuen Petronas-Yamaha-Kundenteam harmonisch begonnen.

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli macht in Valencia Bekanntschaft mit der Yamaha M1 Zoom

Bereits am ersten Testtag verblüffte Morbidelli, der sein MotoGP-Debütjahr 2018 auf der Marc-VDS-Honda bestritten hatte, mit Position sechs. Eine 1:32.085 Minuten schaffte er auf Anhieb. Am zweiten Tag auf der M1 konnte er sich noch einmal deutlich steigern: 1:30.974 Minuten. Über eine Sekunde war der VR46-Schützling schneller. Auf die Testbestzeit von Vinales fehlten ihm nur 0,217 Sekunden.

"Natürlich ist es nett, mich so weit vorn zu sehen, aber das heißt nicht viel. Das sind nur Testfahrten, da geht es nicht um Rundenzeiten", versucht Morbidelli zu beruhigen. Er war auf der 2018er-Yamaha unterwegs, die Vinales und Valentino Rossi noch am Rennwochenende in Valencia gefahren sind und damit die Pole-Position und fast auch den Sieg holen konnten. "Es ist Zarcos Rahmen mit dem 18er-Motor", ergänzt er.

"Gutes Gefühl" am Mittwoch bestätigt

Teammanager Wilco Zeelenberg bestätigt gegenüber 'MotoGP.com': "Für Franco haben wir grundsätzlich Mavericks und Vales Bike vom letzten Rennen verwendet. Das ist die Spec, die beide Fahrer haben. Bei Franco verwenden wir außerdem die standardmäßige Vorderradgabel mit den inneren Rohren aus Aluminium." Wohl erst beim Sepang-Test im Februar wird Morbidelli die B-Spec des 2019er-Bikes erhalten.

Franco Morbidelli

Morbidelli fährt das 2018er-Bike von Vinales und Rossi Zoom

"Ich bin sehr glücklich mit der Leistung. Mein gutes Gefühl von Dienstag konnte ich bestätigten", freut sich Morbidelli am Mittwoch nach Testende. "Die Bedingungen waren besser, daher konnte ich erneut deutlich schneller fahren. Ich bin glücklich, wie das Bike auf die unterschiedlichen Einstellungen reagiert. Wir haben ein paar unterschiedliche Settings ausprobiert, um das Verhalten zu verstehen."

Insgesamt spulte der Rookie des Jahres 2018 98 Runden an beiden Tagen ab, das ergibt knapp 400 Kilometer auf der Yamaha. "Ich konnte weiterhin Erfahrung sammeln und die Stärken und Schwächen des Bikes kennenlernen." Wie weit sein Kennenlernprozess bereits fortgeschritten ist, kann Morbidelli allerdings noch nicht konkret beziffern.

"Wie wenn man auf Butter fahren würde"

"Das Bike ist sehr einfach zu verstehen und man kann damit sehr einfach schnell fahren, wie man gesehen hat. Ich weiß nicht, wie weit ich schon vorangekommen bin, aber ich werde natürlich versuchen, mich bei jedem Versuch zu verbessern." Das ist ihm bislang gut gelungen. In sechs Runs am Dienstag und zehn Runs am Mittwoch schaffte er deutliche Verbesserungen, obwohl er auf gebrauchten Medium-Pneus auf der Strecke war. Nur im letzten Versuch hatte er frische weiche Reifen aufgezogen.


Fotostrecke: Valencia-Test: Die 10 größten Gesprächsthemen

Im Vergleich zwischen Yamaha und Honda ist ihm aufgefallen, dass die M1 deutlich weicher und sanfter zu behandeln ist. "Es ist nicht einfacher zu fahren. Aber alle Bewegungen auf dem Bike passieren sehr viel reibungsloser. Das könnte an der Größe des Bikes liegen, die Dimensionen unterscheiden sich stark. Mein voriges Bike war ruppig und hat auf alles schnell reagiert", erklärt der Petronas-Pilot.

Er werde seinen Fahrstil daher noch etwas anpassen müssen, obwohl er bereits ein sehr sanfter Fahrer ist. "Ich werde meinen Fahrstil etwas sanfter anlegen. Dieses Bike muss man so fahren. Wenn man raufspringt, fühlt sich das bereits so an, als würde man auf Butter fahren. Das ist ein schönes Gefühl."

Unter Beobachtung von Rossi - Forcada "bester Crewchief"

Der 23-Jährige möchte nichts erzwingen. "Wir müssen uns erst genau ansehen, wo ich mich verändern muss. Für gewöhnlich ist das ein natürlicher Prozess. Man fährt das Bike und fühlt dabei, was das Bike braucht, um schnell zu sein. Danach versucht man, das extremer auszuführen. Aber ich weiß noch nicht genau, was das Bike braucht, um schnell zu sein", gibt er zu.

Am Dienstag konnte er hinter Altmeister Rossi ein paar Runden drehen, der 39-Jährige fuhr auch hinter seinem neuen Markenkollegen. "Das war Zufall. Ich bin zwei Runden vor ihm gefahren und er ist zwei Runden vor mir gefahren. Ich konnte sehen, wie er fährt." Nachsatz: "Jetzt konnte ich schon ein paar Kurven länger hinter ihm bleiben", freut sich Morbidelli, der als erster VR46-Junior in die MotoGP aufgestiegen ist.

Franco Morbidelli

Ex-Vinales Crewchief Ramon Forcada (links) arbeitet nun mit Morbidelli Zoom

Nicht nur Rossi freut der Fortschritt seines Rookies, Unterstützung erhält Morbidelli aus dem Werksteam nun auch von Ramon Forcada, seinem neuen Crewchief. Der Spanier arbeitete zunächst mit Jorge Lorenzo zusammen, danach mit Maverick Vinales. Jedoch stimmte die Chemie zwischen den beiden nicht, deshalb wechselte Forcada zu Petronas-Yamaha.

"Es läuft sehr gut", freut sich Morbidelli über die Zusammenarbeit. "Er ist ein Top-Crewchief. Ich denke, er ist der beste. Er hat sehr viel Erfahrung und ist sehr weise", lobt er Forcada. "Aber er ist auch immer noch hungrig, was wichtig ist. Es fühlt sich gut an, mit ihm zu arbeiten."

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