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  • 22.11.2018 · 14:21

  • von Maria Reyer, Co-Autor: Carlos Guil Iglesias

Alex Rins testet neuen Suzuki-Motor: "Habe überall mehr Power gespürt"

Suzuki-Pilot Alex Rins freut sich über den neuen Motor, den er am Mittwoch in Valencia zum ersten Mal ausprobierte - Leistungsentfaltung noch nicht optimal

(Motorsport-Total.com) - Alex Rins ist der neue Teamleader bei Suzuki. Der Spanier hat sich daher beim Valencia-Test vor allem auf die Entwicklung der 2019er GSX-RR konzentriert. Am Mittwoch durfte er zum ersten Mal den neuen Motor aus dem japanischen Werk ausprobieren. Das erste Fazit fällt positiv aus, auch wenn noch viel Arbeit bevorsteht. Insgesamt spulte Rins an beiden Tagen 101 Testrunden ab, er wurde Gesamtsiebter mit weniger als einer halben Sekunden Rückstand auf die Vinales-Bestzeit.

Alex Rins

Alex Rins testet mit speziellem Winter-Helmdesign in Valencia Zoom

Eigentlich sollte der neue Motor bereits am Dienstag Premiere feiern, jedoch durchkreuzte der Regen die Pläne von Suzuki. Den ersten Testtag beendete Rins auf Position zwölf (1:32.402 Minuten/ +0,986 Sekunden). Am Mittwoch war es dann endlich so weit. Zu Vergleichszwecken fuhr der Spanier, der seine zweite MotoGP-Saison auf dem starken fünften WM-Rang abschließen konnte, mit dem alten und dem neuen Antrieb. Er landete auf Rang sieben (1:31.254/ +0,497). Die schnellste Zeit setzte er allerdings auf dem älteren Motor.

"Der [neue] Motor hat grundsätzlich mehr Power", konnte Rins bereits nach der ersten Ausfahrt erfreut feststellen. "Suzuki hat einen sehr guten Job gemacht. Das war jetzt meine erste Begegnung mit dem Motor. Ich habe mehr Power gespürt, überall - egal ob am Kurvenausgang oder auf den Geraden."

2017 noch im Hinterkopf: "Jetzt habe ich mehr Erfahrung"

Während sich Suzuki zu Saisonbeginn 2017 - als Rins noch Rookie war - für die falsche Entwicklungsrichtung entschieden hatte, scheint diesmal eine starke Verbesserung im Bereich des Motors gelungen zu sein. Bereits am Rennsonntag warnte der zweitplatzierte Rins Konkurrenten und Valencia-Sieger Andrea Dovizioso vor der Suzuki-Power im kommenden Jahr.


Fotostrecke: Valencia-Test: Die 10 größten Gesprächsthemen

Die meiste Entwicklungsarbeit lastet nun auf den Schultern des 22-Jährigen, der in seine dritte MotoGP-Saison startet. Teamkollege Joan Mir war darauf bedacht, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Rins glaubt, der Aufgabe gewachsen zu sein und schließt aus, dass sich ein Fauxpas wie 2017 wiederholen könnte. "Jetzt habe ich viel mehr Erfahrung. Ich bin besser vorbereitet. Ich denke, wir sind bereit, um verschiedene Teile zu beurteilen."

"Mein Selbstvertrauen und das Vertrauen von Suzuki in mich sind sehr hoch, das wird auch helfen." Immerhin fuhr Rins in den letzten vier Saisonrennen gleich dreimal auf das Podium, in Malaysia und Valencia verpasste er den Sieg nur knapp. 2019 soll es mit dem ersten MotoGP-Triumph klappen. "Wir haben ein konkurrenzfähiges Bike, um auf das Podium zu fahren und Siege zu holen."

Leistungsentfaltung muss angepasst werden

Suzuki hat dafür hart am neuen Motor gearbeitet, berichtet er. "Der ist im höheren Drehzahlbereich nun stärker. Wir arbeiten auch daran, um in der Bremsphase stärker zu werden. Es sind die kleinen Dinge." Allerdings muss die Leistungsentfaltung noch angepasst werden. "Die Reifen haben sich anders verhalten. Es war zu viel Power, die Reifen drehten etwas zu sehr durch", berichtet Rins.

Alex Rins

2019 will der 22-Jährige den ersten MotoGP-Sieg einfahren Zoom

"Wenn wir bei der Traktion aufholen können, werden wir ein sehr konkurrenzfähiges Bike haben", ist er überzeugt. Beim Chassis habe man jedenfalls nichts eingebüßt. Neue Verkleidungsteile hat er in Valencia noch nicht getestet. Dennoch ist Rins zufrieden, denn Suzuki habe all seine Wünsche erhört.

Bei den Jerez-Tests in der kommenden Woche wird Rins erneut den neuen Motor testen. "Den genauen Plan kenne ich noch nicht. Wir werden den neuen Motor mit Modifikationen bei der Elektronik ausprobieren", verrät er. Bei den Topspeed-Werten lag Rins mit 316,3 km/h allerdings noch etwas hinter Dovizioso, der mit 322,7 km/h geblitzt wurde.

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