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Darryn Binder: "Bin mir sicher, dass ich das Potenzial habe"

MotoGP-Rookie Darryn Binder zeigt bisher eine solide Debütsaison: Das Gelernte setzt der Südafrikaner schnell um, aber die Zeit arbeitet gegen ihn

(Motorsport-Total.com) - Der MotoGP-Aufstieg von Darryn Binder sorgte vor dem Saisonstart für reichlich Wirbel. Das kontroverse Manöver des Südafrikaners beim Moto3-Rennen in Portimao befeuerte die Aussagen der Kritiker, die Binder als nicht MotoGP-würdig einstuften. Doch bisher machte der jüngere der Binder-Brüder seine Sache gut. In der Meisterschaft liegt er sogar einen Platz vor RNF-Yamaha-Teamkollege Andrea Dovizioso.

Darryn Binder

Darryn Binder fährt um seine Zukunft in der MotoGP Zoom

Mit Platz zehn beim Regenrennen in Indonesien setzte Binder ein erstes Ausrufezeichen. Das bisher beste Trockenrennen zeigte der Yamaha-Pilot in Mugello, als er trotz einer Long-Lap-Penalty auf der zwölften Position ins Ziel fuhr.

In den Qualifyings tat sich der Rookie aber schwer. Auf eine schnelle Runde konnte sich Binder bisher nicht in Szene setzen. Sein bestes Qualifying-Ergebnis war Startplatz 20 in Mugello. Bei den anderen Rennen stand er noch weiter hinten.

Darryn Binder

Darryn Binder hat keine Angst vor großen Namen Zoom

"Ich bin sicher, dass ich das Potenzial habe. Ich benötige nur etwas Zeit, um alles zu lernen", kommentiert Binder mit Blick auf seine MotoGP-Debütsaison. "Jedes Mal, wenn ich etwas Neues dazulerne, ärgere ich mich, dass ich es nicht schon eher gelernt habe."

"Ich freue mich aber auch, wenn ich etwas Neues gelernt habe. Doch beim nächsten Wochenende gibt es dann schon wieder viele neue Dinge, die dazukommen. Es ist wirklich schwierig", berichtet der RNF-Yamaha-Pilot.

Darryn Binder, Andrea Dovizioso

Darryn Binder liegt in der Meisterschaft eine Position vor Teamkollege Andrea Dovizioso Zoom

Zu Saisonbeginn war alles neu für Binder, der sich von der Moto3-Honda an die MotoGP-Yamaha gewöhnen musste. "Bei drei oder vier Rennen hatte ich Probleme mit dem Gefühl für das Vorderrad. Beim Wochenende in Mugello haben wir einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ich kann jetzt jede Runde pushen und dabei präziser fahren", schildert er.

Die schwachen Qualifyings sind etwas, an dem Binder arbeitet. "Es wäre super, wenn ich mich weiter vorne qualifizieren könnte, denn in den ersten Runden fühle ich mich richtig stark. Wenn ich weiter vorne stehen würde, könnte ich viel bessere Rennen zeigen", so der MotoGP-Rookie, der noch keinen Vertrag für 2023 hat.

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