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Vorletzter beim MotoGP-Heimrennen in Mugello: Dovizioso verliert die Lust

Andrea Dovizioso kommt in Mugello eine halbe Minute hinter dem Sieger ins Ziel und zeigt kein Interesse, seine MotoGP-Karriere 2023 fortzusetzen

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Pilot Andrea Dovizioso beendete das MotoGP-Rennen beim Grand Prix von Italien in Mugello auf Position 20. Das schwache Abschneiden beim Heimrennen war ein weiterer Tiefpunkt in einer für Dovizioso bisher sehr durchwachsenen Saison. Wenn es nicht bald eine deutliche Steigerung gibt, dann wird Dovizioso seine MotoGP-Karriere in diesem Jahr final beenden.

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso deutet an, dass er seine Karriere in diesem Jahr final beenden wird Zoom

"Ich wollte wirklich ein gutes Rennen in Mugello fahren und es genießen. Doch es lief in keinem der Trainings gut. Das Rennen war sehr schwierig", berichtet Dovizioso, der lediglich Tech-3-KTM-Pilot Raul Fernandez hinter sich lassen konnte. Mehr als 31 Sekunden lag "Dovi" am Ende des Rennens zurück.

"Ich war ab der ersten Rennrunde in den Kurven nicht schnell genug. Ich konnte in den Schikanen nichts ausrichten. Ich war einfach nicht schnell genug. Es war richtig schlimm", erklärt der ehemalige MotoGP-Vizeweltmeister.

Die Yamaha M1 passt nicht zum Fahrstil von Dovizioso

Dovizioso und die Yamaha M1 bilden nach wie vor keine harmonische Verbindung. Alle drei Markenkollegen kamen vor Dovizioso ins Ziel, auch RNF-Teamkollege Darryn Binder, der im Rennen eine Long-Lap-Penalty abbüßen musste.

"Ich konnte im Rennen Darryn und Franco (Morbidelli) beobachten. Sie waren in den Kurven schneller. Mit der Yamaha muss man am Kurveneingang schnell sein. Das ist die größte Stärke der Yamaha. Doch ich bekomme das nicht hin", ärgert sich der Italiener.

Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso konnte nur Raul Fernandez bezwingen und wurde Vorletzter Zoom

"Ich fuhr das halbe Rennen hinter Fernandez und war richtig langsam. Als ich ihn überholen konnte, fuhr ich wieder meinen natürlichen Stop-&-Go-Stil. Damit war ich eine halbe Sekunde schneller. Dieser Stil passt aber nicht zur Yamaha. Damit ist man einfach nicht schnell genug", stellt Dovizioso fest und gesteht: "Ich werde beim Fahren wütend und bekomme dann noch mehr Probleme."

Warum der Aprilia-Deal von RNF für Dovizioso keine Rolle spielt

Im Rahmen des Italien-Grand-Prix verkündete das RNF-Team, in der kommenden Saison von Yamaha zu Aprilia zu wechseln. Dovizioso wurde auf dieses Thema angesprochen. "Für mich ändert sich nichts, weil ich noch keine Pläne für die Zukunft habe", kommentiert er.

Massimo Rivola; Razlan Razali

Aprilia-Rennleiter Massimo Rivola und RNF-Chef Razlan Razali machen 2023 gemeinsame Sache Zoom

"Ich habe große Schwierigkeiten. Deshalb ist es nicht besonders clever, in diesem Moment an die Zukunft zu denken. Ich wüsste nicht, warum ich weiterhin Rennen fahren soll. Ich möchte mich nicht in dieser Situation befinden. Diesen Zustand möchte ich nicht lange mitmachen. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht länger in der MotoGP fahren möchte, wenn ich nicht konkurrenzfähig bin", erklärt Dovizioso.

Aber könnte ihm die Aprilia RS-GP mit ihrem V4-Motor besser liegen als die Yamaha M1? "Vielleicht schon, aber ich sollte lieber nicht über die Zukunft nachdenken", bemerkt "Dovi", der aktuell davon ausgeht, seine Karriere am Ende der Saison zu beenden. "Momentan kann ich das recht einfach mit 'ja' beantworten, doch warten wir ab", so der Routinier.

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