Beste KTM in Barcelona nur auf P8: Warum Brad Binder plötzlich zurückfiel

KTM-Werkspilot Brad Binder erlebt beim MotoGP-Wochenende in Barcelona einige Höhen und Tiefen - Teamkollege Jack Miller scheidet erneut durch Sturz aus

(Motorsport-Total.com) - Der Sonntag beim MotoGP-Wochenende in Barcelona verlief für KTM enttäuschend. Nach vielversprechenden Leistungen am Freitag und Samstag konnten die beiden KTM-Werkspiloten die Erwartungen am finalen Tag nicht erfüllen. Brad Binder erlebte ein durchwachsenes Rennen und fiel nach starker Startphase bis auf P8 zurück. Teamkollege Jack Miller war das erste Sturzopfer des Katalonien-Grand-Prix und ging leer aus.

Titel-Bild zur News: Brad Binder

Brad Binder behauptete sich zu Rennbeginn an der Spitze, fiel dann aber plötzlich zurück Zoom

Aber warum wurde Brad Binder nach dem ersten Renndrittel plötzlich langsamer? "Mir war klar, dass es ein Rennen wird, das durch gutes Reifen-Management entschieden wird. Deshalb versuchte ich, den Hinterreifen bestmöglich zu schonen. Doch dann passierte etwas Merkwürdiges", berichtet der Südafrikaner.

Nicht der Hinterreifen bereitete Probleme sondern der Vorderreifen. "In Runde sechs war mein Vorderreifen bereits am Ende. Ich konnte nicht mit Schwung in die Kurven fahren und spät bremsen", schildert Binder, der zuerst den Anschluss an die Spitze verlor und dann weiter durchgereicht wurde.

"Wenn man so langsam in die Kurven hineinfahren und dann auch noch auf den Hinterreifen achten muss, um das Rennen bis zum Ende zu meistern, dann ist man richtig langsam", begründet Binder die schlechten Rundenzeiten ab dem zweiten Renndrittel.

"Ich konnte überhaupt nicht attackieren. Jedes Mal, wenn ich es probierte, erlebte ich heftige Schrecksekunden mit der Front. Das Vorderrad blockierte. Deshalb versuchte ich, das Motorrad ins Ziel zu bringen", erklärt Binder, der nach 24 Runden über 18 Sekunden Rückstand auf Sieger Francesco Bagnaia hatte.

Brad Binder

Brad Binder rettete immerhin einige Punkte für P8 Zoom

Beim Trainingsauftakt am Freitag wirkte KTM stark. Und auch im Qualifying setzte sich Binder ungewohnt stark in Szene und stellte Startplatz vier sicher. Nach dem Rennen rätselte er über die Gripverhältnisse im Grand Prix.


Fotos: MotoGP: Grand Prix von Katalonien (Barcelona)


"Im FT1 war der Grip viel besser als im Rennen. Eine unserer Schwächen ist es, bei schlechter Haftung unser Motorrad zum arbeiten zu bringen", bemerkt Binder. "Wir müssen besser verstehen, was da passiert. Vielleicht liegt es auch am Reifenabrieb der Moto2. Jedenfalls haben wir dann stärker zu kämpfen als die anderen."

Wohin steuert die Karriere von Jack Miller?

Teamkollege Jack Miller verabschiedete sich bereits in der dritten Runde aus dem Rennen. Der Australier ging nach Jerez und Le Mans den dritten Sonntag in Folge leer aus. "Es ist eine schwierige Zeit in meiner Karriere, aber mit den richtigen Leuten um mich herum weiß ich, dass ich das Schiff wieder aufrichten und in den kommenden Rennen stärker zurückkommen kann", bemerkt Miller.

Jack Miller

Jack Miller wird für 2025 mit Honda in Verbindung gebracht Zoom

"Ich bin natürlich extrem enttäuscht", so der Australier. "Ich habe das Team und mich selbst enttäuscht. Wir versuchen, uns zu verbessern und diese dummen Fehler abzustellen. Ich habe mich einfach zu zeitig auf die Front verlassen und versucht, den Kurvenspeed mitzunehmen, wie ich es schon das ganze Wochenende getan habe."

"Aber die Streckenbedingungen haben sich verändert", bestätigt Miller die Eindrücke von Teamkollege Binder. Doch während Binder immerhin wichtige Punkte rettete, ging Miller erneut leer aus. "Ohne Vorwarnung rutschte ich weg. Es gab nicht viel, was ich tun konnte. Das war wirklich hart", bedauert Miller, der in der Fahrerwertung aktuell nur auf P15 liegt.

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