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"Fantastisch": Valentino Rossi schwärmt von Bruder Marini

Valentino Rossi spricht über sein Familienleben: Nicht nur an der Rennstrecke begegnet er Halbbruder Luca Marini regelmäßig - Dieser wartet auf 1. Moto2-Sieg

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi hat im Alter von 38 Jahren einen neuen Zweijahresvertrag mit Yamaha unterschrieben. Der Italiener wird der MotoGP also mindestens noch zwei weitere Jahre erhalten bleiben. Dennoch bringt sich in der Moto2 bereits der nächste Sprössling aus dem Hause Rossi in Stellung: Luca Marini. Der VR46-Pilot konnte in den vergangenen drei Rennen jeweils auf das Podium fahren und in Brünn seine erste Pole-Position einfahren. Ein denkwürdiger Moment auch für Halbbruder Valentino.

Luca Marini, Valentino Rossi

Premiere in Brünn: Rossi & Marini zum ersten Mal gemeinsam in der PK Zoom

"Es ist fantastisch. Ich kann gar nicht erklären, was ich fühle", gibt der neunfache Weltmeister im Interview mit 'ServusTV' zu. "Ich arbeite sehr viel mit Luca zusammen. Er ist in den letzten drei Rennen so gewachsen. Das ist fantastisch für unser Team, für ihn. Ich bin sehr glücklich und hoffe, dass er so weitermachen kann." Marini musste drei Jahre auf sein erstes Podium in der Moto2 warten. Im Alter von 21 Jahren konnte er sich schließlich in Assen zum ersten Mal in der ersten Startreihe qualifizieren, auf das erste Podium musste er ein weiteres Rennen bis auf dem Sachsenring warten.

Auch in Brünn mit Rang zwei und Spielberg mit Rang drei konnte Marini auftrumpfen. Besonders in Tschechien war er seinem ersten Saisonsieg sehr nahe. "Mein Ziel ist es immer, gut zu arbeiten und in die Top 5 zu fahren. Wenn ich das Podium erreichen kann, gut. Wenn ich gewinnen sollte, perfekt", so Marini gegenüber 'MotoGP.com' nach dem Österreich-Grand-Prix. Der Italiener gibt sich aber bescheiden. Er weiß, dass sich Erfolge nicht erzwingen lassen: "Ich muss es fühlen. Ich möchte mit Leidenschaft und Konstanz weiterarbeiten und geduldig bleiben. Mit dieser Einstellung und harter Arbeit wird der Sieg irgendwann fällig sein."

"Ein toller Moment für die Familie, auch für unsere Mutter"

Vorbild ist eindeutig sein großer Halbbruder, der im Alter von 21 Jahren bereits zweifacher Weltmeister (125er- und 250er-Klasse) war. Ausgerechnet in Brünn, auf jener Strecke gewann Rossi sein allererstes Rennen in der kleinsten Klasse 1996 und holte ein Jahr darauf mit Platz drei seinen ersten WM-Titel, holte Marini seine erste Pole-Position. Die beiden Brüder saßen gemeinsam in der Pressekonferenz am Samstag. Ein Bild fürs Familienalbum. "Das ist ein toller Moment für unsere Familie, auch für meine Mutter. Es ist großartig. Ich bin so stolz auf Luca", lobt Rossi.

"Meine erste Pole-Position war eine gute Leistung, die ich seit Saisonbeginn aufgebaut habe. Ich erinnere mich nicht an Vale, aber ich glaube, dass er schon vor dem Rennen in Brünn 1997 stark war", muss Marini im Gegenzug schmunzeln. Als Rossi seinen ersten WM-Titel einfuhr, war Marini wenige Wochen alt. 21 Jahre später kämpfen beide Söhne von Stefania Rossi um Rennsiege.

"Meine Mama ist sehr wichtig für mich", betont Rossi. "Sie hat mir so viele Dinge beigebracht. Wir sind Nachbarn und daher oft zusammen. Auch Luca wohnt nicht weit entfernt, deswegen essen wir oft gemeinsam. Es ist immer interessant, was sie zu sagen hat." Auch zu Vater Graziano Rossi hat der WM-Zweite einen guten Draht. "Graziano ist irgendwie ein Genie", muss Rossi schmunzeln. "In vielen Bereichen ist er mein Vorbild. Aber nicht überall! Manchmal haben wir eine komplett gegensätzliche Meinung. Es ist aber immer lustig und interessant, Zeit mit ihm zu verbringen."

Der Familienzusammenhalt könnte Marinis Karriere beflügeln, der 2018 bereits für das Team des "Doktors" an den Start geht. "Ich bin derzeit in einer guten Form. Das hat allerdings mehrere Gründe: Mein gesundheitlicher Zustand hat sich deutlich verbessert, außerdem ist das Gefühl auf dem Bike viel besser geworden."

Klassenübergreifend hat ansonsten nur Weltmeister Marc Marquez drei Podestplätze in den letzten drei Rennen geschafft. Der erste Sieg in der Moto2 wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein. 1998, also genau vor 20 Jahren, schaffte Rossi in Assen seinen ersten Triumph in der 250er-Klasse.

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