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  • 06.05.2011 · 14:42

Die "grüne Hölle" des Ostens

Lokalmatador Philip Geipel beschreibt den Sachsenring: Der 24-Jährige will zusammen mit Teamkollege Albert von Thurn und Taxis beim Heimspiel starten

(Motorsport-Total.com) - Philip Geipel ist vor dem ADAC-Masters-Weekend auf dem Sachsenring bis in die Fingerspitzen motiviert. Erstmals tritt der Sachse aus dem rund 60 Kilometer vom Sachsenring entfernten Plauen im Supersportwagen des ADAC-GT-Masters auf seiner Heimstrecke an.

Philip Geipel

Heimspiel: Philip Geipel kennt den Sachsenring wie seine Westentasche

Beim Saisonauftakt in Oschersleben musste Geipel noch pausieren, nachdem sein Teamkollege, der amtierende Meister Albert von Thurn und Taxis, aus gesundheitlichen Gründen auf den Start verzichtete. Ab dem Rennwochenende auf dem Sachsenring will das Duo Geipel/von Thurn und Taxis mit ihrem Reiter-Lamborghini Gallardo nun in den Meisterschaftskampf eingreifen.

"Der Sachsenring hat für mich eine große Bedeutung", sagt der Lokalmatador über die Berg-und-Tal-Bahn bei Hohenstein-Ernstthal. "Es ist eine Traditionsstrecke, mit der ich sehr viele gute Erinnerungen verbinde. In jeder Karrierestufe bin ich dort gestartet und habe auf dem Sachsenring stets meine besten Ergebnisse eingefahren. Ich hoffe, dass das auch bei meinem ersten Start in einem Lamborghini so bleibt."

Auch seinen bisher größten Erfolg feierte Geipel auf dem Sachsenring. Im Jahr 2008 sicherte sich der Spross einer motorsportverrückten Familie dort den Titel in der ADAC-PROCAR-Serie. Als Lokalmatador kennt Geipel alle Tricks und Kniffe auf dem Sachsenring. "Im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken ist der Sachsenring ein Linkskurs, der entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wird."

"Die Strecke erfordert eine spezielle Fahrweise. Wenn man es etwas übertreibt, blockieren schnell die Räder auf der rechten Fahrzeugseite. Es gibt am Sachsenring einige Mutkurven, nicht ohne Grund nennt man die Strecke auch die 'grüne Hölle des Ostens' in Anlehnung an die Nürburgring-Nordschleife. Nicht zu jedem Fahrstil passt die Strecke. Wichtig für eine schnelle Rundenzeit ist eine gute Streckenkenntnis und nicht zu viel Temperament."

¿pbvin|64|3623||0|1pb¿Welche Stellen würde Geipel den Fans beim ADAC-Masters-Weekend als Zuschauerpunkte empfehlen? "Es gibt drei markante Punkte. Zum einen die Zufahrt zum Omega, dort kann man einen längeren Teil der Strecke sehr gut einsehen. Dann ist die Zufahrt zur Kartbahn sehr spektakulär. Dies ist eine schnelle Linkskurve, dort trennt sich für den Zuschauer auch optisch deutlich die Spreu vom Weizen. Und letztendlich ist auch die Queckenberg-Kurve sehr zu empfehlen. Man sieht dort immer gute Überholmanöver und in der Anfahrt auch schon mal die eine oder andere Fahrt durch das Kiesbett, wenn jemand seinen Bremspunkt verpasst hat."

Was macht für Geipel die Faszination des Sachsenrings aus? "Am Sachsenring fahren wir immer vor einer tollen Zuschauerkulisse. Die Sachsen sind motorsportverrückt und ein sehr fachkundiges Publikum. Viele Fans aus der Region werden sich das ADAC-GT-Masters und den ersten Lauf einer FIA-Automobilweltmeisterschaft auf dem Sachsenring auf keinen Fall entgehen lassen."