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  • 23.04.2011 · 22:10

Oschersleben: Margaritis bei Debüt auf der Pole-Postion

Alexandros Margaritis gelingt im GT-Masters einen Einstand nach Maß und steht in Oschersleben mit dem BMW Alpina B6 GT3 auf Startplatz eins

(Motorsport-Total.com) - Ein imposantes Feld von 40 traumhaften Sportwagen begeisterte bei ebenso traumhaftem Wetter schon die heute zahlreich in der Motorsport Arena Oschersleben erschienenen Fans. Beim Saisonauftakt des ADAC-GT-Masters sicherten sich Alexandros Margaritis und Frank Kechele jeweils die Pole-Position für die beiden ersten Rennen der Saison.

Alexandros Margaritis

Alexandros Margaritis stellte den grünen BMW Alpina auf die Pole-Position

Margaritis gelingt somit ein Einstand nach Maß mit dem in Oschersleben schon traditionell starken BMW Alpina B6 GT3. "Nach den Freien Trainings hatte ich uns nicht so weit vorn erwartet. Doch im Qualifying lief das Auto deutlich besser. Ich bin froh, bei dem eng zusammenliegenden Feld von ganz vorn starten zu können", freute sich der langjährige DTM-Pilot, der sich mit dem Franzosen Dino Lunardi seinen Alpina teilt.

Lediglich 0,005 Sekunden trennten Margaritis von dem ABT-Audi R8-LMS von Christer Jöns und Jens Klingmann. Heiko Hammel sorgte mit Rang 3 für das beste Trainingsergebnis einer Dodge Viper im GT-Masters seit 2007. Selbstbewusst zeigte sich Frank Kechele nach seiner deutlichen Bestzeit im zweiten Zeittraining, bei dem er seinen Reiter-Lamborghini-Teamkollegen Peter Kox um mehr als eine halbe Sekunde schlug.

"Oschersleben ist meine Hausstrecke, hier habe ich schon unzählige Kilometer abgespult. Alles andere als ein Rang unter den ersten drei wäre eine Enttäuschung gewesen.", sagte Kechele. Sein Teamkollege, der Malaie Tunku Hammam Sulong, startet hingegen zum ersten Mal in der Magdeburger Börde: "Ihm fehlen noch zwei Sekunden, aber er steigert sich mit jeder Runde."

Trotz der Pole-Position gab es gemischte Gefühle im Team von Hans Reiter. Titelverteidiger Albert von Thurn und Taxis fühlt sich nach seinem Unfall vor einer Woche bei einem Langstreckenrennen in Monza noch nicht wieder richtig wohl und muss auf den Saisonauftakt leider verzichten.

Heinz-Harald Frentzen wird bei seinem Debüt in der "Liga der Supersportwagen" von der 19. Position aus ins Rennen gehen. Zu Beginn seines Qualifyings hielt sich der dreifache Grand-Prix-Sieger unter den besten Fünf auf, konnte sich aber am Ende nicht mehr steigern. Der ehemalige Formel-1-Vizeweltmeister zollte auch Tribut an das volle Starterfeld. "Ich wurde einmal aufgehalten, als vor mir ein langsames Auto auf der Ideallinie bummelte. Aber insgesamt ging es heute einfach nicht schneller", meinte Frentzen, der zudem Lenkungsprobleme an seiner Corvette beklagte, die aber bis morgen dank über Nacht neu beschaffter Teile behoben sein sollten.

Teamkollege Sven Hannawald war trotz seines Mittelfeldplatzes (Rang 25) noch nicht ganz zufrieden. Selbstkritisch bemerkte er: "Ich hatte mit dem Verkehr keine Probleme, aber konnte einige Erkenntnisse nach den freien Trainings noch nicht umsetzen."