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25 aus 136: GP2-Aufsteiger mit unterschiedlichem Erfolg

Neun Jahre gibt es die GP2-Serie nun schon, insgesamt 25 von 136 Piloten haben dabei den Sprung in die Formel 1 geschafft, doch nur einer wurde auch Weltmeister

(Motorsport-Total.com) - 2005 wurde die GP2-Serie als Nachfolger der Formel 3000 erschaffen, um als Unterhaus zur Formel 1 zu fungieren. In den bisherigen neun Saisons mit ihren 136 Fahrern schafften insgesamt 25 Fahrer den Aufstieg in die Königsklasse, was rechnerisch 2,78 Fahrern pro Saison entspricht. Der letzte ist seit dieser Saison Marcus Ericsson, der 2014 als einziger Fahrer den Sprung in die Königsklasse geschafft hat.

Lucas di Grassi, Timo Glock, Bruno Senna

Timo Glock, Bruno Senna, Lucas di Grassi: Drei Piloten mit unterschiedlichem Erfolg Zoom

Aktuell war das halbe Feld der Formel 1 zuvor in der GP2 unterwegs, die direkte Nachwuchsklasse hat sich scheinbar bewährt. Denn die meisten anderen Piloten waren einfach schon in der Formel 1, als die GP2 noch nicht einmal existierte. Doch wie schlugen sich die bisherigen Aufsteiger in der höchsten Formelklasse? Die Bilanz kann durchaus als durchwachsen bezeichnet werden. (Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke aller GP2-Aufsteiger!)

Denn bislang kam nur ein Pilot auch in der Formel 1 zu Weltmeisterehren: Lewis Hamilton wurde 2006 Meister in der GP2, um sich zwei Jahre später auch den Titel in der Formel 1 zu sichern. Der Brite ist sogar nur einer von vier Piloten, denen ein Sieg gelang. Nico Rosberg, Heikki Kovalainen und Pastor Maldonado heißen die anderen drei. Auf das Podest schafften es immerhin insgesamt zehn ehemalige GP2-Piloten.

Hoch gestiegen, tief gefallen

Einer der interessantesten Beispiele ist dabei Kamui Kobayashi. Der Japaner kam Ende 2009 überraschend zu seinem Formel-1-Debüt als Ersatz des verletzten Timo Glock. Seine Auftritte für Toyota überzeugten Sauber von seinem Talent, die Kobayashi für die kommenden drei Jahre verpflichteten - inklusive eines Podestplatzes beim Heim-Grand-Prix 2012. Bei Caterham feiert Kobayashi nun sein Comeback und geht in seine vierte volle Formel-1-Saison, obwohl er in der GP2-Hauptserie nicht zu überzeugen wusste und zweimal Gesamt-16. wurde.


Fotostrecke: Die Formel-1-Aufsteiger der GP2

Andere Fahrer machten es genau andersherum: Sie feierten in der GP2 gute Erfolge, um dann in der Formel 1 plötzlich schnell wieder von der Bildfläche zu verschwinden. Nelson Piquet jun. wurde 2006 hinter Lewis Hamilton Zweiter in der GP2-Serie und brachte seinen berühmten Namen mit zu Renault, doch 28 Rennen später verbindet man seinen Namen meistens im Zusammenhang mit "Crashgate". Heute versucht sich der Brasilianer in Amerika.

Auch sein Landsmann Lucas di Grassi kam mit großen Erwartungen in die Königsklasse. Auch er wurde Vizemeister hinter Timo Glock, doch nach einem Jahr an der Seite des Deutschen verschwand er wieder aus der Königsklasse. Doch der Brasilianer fand in der Langstreckenszene und nun in der Formel E ein neues Zuhause. Und auch Fahrer wie Scott Speed, Kazuki Nakajima oder Bruno Senna zählen zu den Gescheiterten in der Formel 1.

Kuriosum Pantano

Giorgio Pantano

Der Italiener Giorgio Pantano ist eines der kuriosen Gegenbeispiele Zoom

Ein kurioses Beispiel ist hingegen Giorgio Pantano. Der Italiener fuhr bereits 2004 in der Formel 1, als es die GP2 noch gar nicht gab. Wie Landsmann Gianmaria Bruni gehörte Pantano ein Jahr später in der allerersten Saison zum Fahreraufgebot. 2009 wurde er sogar Meister, doch eine Anstellung fand er in der Königsklasse bis heute nicht mehr. Pantano ist damit einer von drei Meistern, die bislang den Aufstieg nicht bewerkstelligen konnten.

Und das ist ein Problem der Nachwuchsserie. In finanziell schwierigen Zeiten setzen viele Formel-1-Teams lieber auf Paydriver, obwohl es sportlich wertvollere Alternativen geben würde. Doch man muss auch festhalten, dass Pantano, Davide Valsecchi und Fabio Leimer vielleicht zu lange gebraucht haben, um den Titel zu fixieren. Doch was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden.

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