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Sam Bird: Sieger im Schatten der Titelentscheidung

Sam Bird heißt der Sieger beim letzten Saisonrennen der Formel E, doch sein Erfolg wird durch das enge Titelrennen überstrahlt

(Motorsport-Total.com) - Für einen Rennfahrer gehört es zu den größten Erfahrungen, wenn er ein Rennen vor heimischem Publikum gewinnen kann. Sam Bird ist das gestern beim Saisonfinale der Formel E in London gelungen. Der Brite holte beim ePrix im Battersea Park seinen zweiten Saisonerfolg, hatte allerdings das Pech, dass sein Triumph durch die spannende Meisterschaftsentscheidung ein wenig unterging.

Sam Bird

Sam Bird jubelt über seinen Erfolg vor den heimischen Fans in London Zoom

Doch das stört den Virgin-Piloten nicht sonderlich: "Ich bin glücklich, dass ich zu Hause gewinnen konnte", lacht er. "Das Virgin-Team hat es gut gemacht, und ich möchte mich bei allen Fans bedanken, die hier zum ersten ePrix in London gekommen sind. Wir hoffen, dass wir in jedem Jahr herkommen", möchte er noch öfter die Chance haben, einen Event in seiner Heimat zu gewinnen.

Eigentlich fuhr Bird im letzten Saisonrennen nur als Zweiter über den Zielstrich, doch weil Stephane Sarrazin zu viel Energie verbraucht hatte und eine Zeitstrafe erhielt, wurde Bird zum Sieger erklärt. "Wir konnten eine Runde länger draußen bleiben als Stephane und haben ihn bis zum Ziel gejagt", spricht er über die Rennstrategie. "Ich wusste, dass es bei seiner Energie sehr knapp werden würde, und schließlich ist er über die Grenze gekommen."


Formel E in London

"Es war ein großartiger Kampf. Ich hatte viel Spaß und freue mich unheimlich, dass ich gewonnen habe", fügt er an und geht daher mit einem breiten Grinsen in die Sommerpause. Bird weiß, dass ein Sieg beim Saisonfinale seinem Virgin-Team noch einmal einen gewaltigen Schub geben kann - wenn er durch die neue Partnerschaft mit der Citroen-Marke DS nicht eh schon gekommen war. "Es ist kein Geheimnis, dass wir schon länger mit unserem gewählten Hersteller arbeiten", verspricht sich der Engländer vom kommenden Jahr einiges.

Noch steht nicht fest, ob Bird dann noch mit an Bord sein wird, doch die Zeichen sprechen bislang dafür. In der Gesamtwertung ist er mit Rang fünf die Speerspitze des Teams gewesen. 41 Punkte lag er am Ende hinter Meister Nelson Piquet jun., den er für den würdigen Titelträger hält: "Meiner Meinung nach hat er den Titel am meisten verdient. Sein Speed in der Mitte der Saison hat uns alle am Kopf kratzen lassen - es war schrecklich", sagt er. Mit neuem Partner kann er das Blatt in der Saison 2015/2016 aber versuchen zu wenden.

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