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Zwischengas: Renault verliert Ausnahmegenehmigung

Der Automobil-Weltverband FIA hat im Zwischengas-Streit die zu 50 Prozent geöffnete Drosselklappenstellung für Renault wieder zurückgezogen - Red Bull will Klarheit

(Motorsport-Total.com) - Das Zwischengas-Verbot hat am gestrigen Freitag eine neue Dimension bekommen. Der Automobil-Weltverband FIA gab bekannt, dass bei Renault die Drosselklappen bis zu 50 Prozent geöffnet und sechs Zylinder gezündet werden dürfen. Bei Mercedes und Cosworth sind nur zehn Prozent erlaubt beziehungsweise dürfen nur vier der acht Zylinder gezündet werden. Renault argumentiert mit der Zuverlässigkeit und hat Motormappings der Saison 2009 präsentiert, die zeigen, dass man bereits damals mit 50 Prozent Drosselklappengstellung gefahren ist - also schon vor der Zwischengas-Ära der vergangenen ein- bis eineinhalb Jahre.

Die FIA hat die Ausnahmegenehmigung für Renault zurückgezogen Zoom

Red Bull will nun eine Klarstellung seitens der FIA, denn kurzfristig wurde heute Morgen entschieden, dass die Renault-Teams jetzt doch nicht mit 50 Prozent Drosselklappenstellung fahren dürfen. Teamchef Christian Horner und Designer Adrian Newey befanden sich lange in Diskussionen mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting. Red Bull führt Zuverlässigkeitsprobleme an. Die Konkurrenz wittert hingegen einen Vorteil für die Renault-Teams. Laut Williams-Technikchef Sam Michael bringen die Auspuffgase im Schleppbetrieb ab 30 Prozent Drosselklappenöffnung einen aerodynamischen Vorteil.

Am Freitag haben Horner und McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh in der Pressekonferenz ausführlich darüber diskutiert. Am heutigen Samstag werden die Diskussionen weitergehen. Kurz vor dem dritten Freien Training wusste Renault-Teamchef Eric Boullier noch gar nicht, dass die FIA die 50 Prozent Drosselklappenstellung verboten hatte. Nachdem sich die FIA mit Vertretern der Hersteller Freitagnacht getroffen hatte, informierte die FIA die Teams kurz vor dem dritten Training - zu dem Red Bull angeblich aus Protest gar nicht antreten wollte...

Für Renault bedeutet das nun, dass man bei 18.000 Umdrehungen die Drosselklappen maximal zehn Prozent öffnen darf. Mercedes wiederum darf beim Bremsvorgang den Motor nachzünden lassen - aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen beim Kurbelwellengehäuse. Die Situation ist wieder genau wie am Donnerstag, weil nur die Ausnahmegenehmigung von Renault zurückgezogen wurde. Horner argumentiert, dass McLaren einen Zuverlässigkeitsvorteil hat und Renault nicht.

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