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Wurz glaubt: "Formel 1 wird im 'ORF' bleiben"

Ex-Formel-1-Pilot und 'ORF'-Kommentator Alex Wurz rechnet zwar nicht mit einem TV-Thriller in Sao Paulo, glaubt aber, dass die Formel 1 weiter im 'ORF' gezeigt wird

(Motorsport-Total.com) - Österreich hat eine enorme Formel-1-Tradition. Doch auch in der Alpenrepublik sanken im vergangenen Jahrzehnt die Zuschauerzahlen, als Michael Schumacher von einem WM-Titel zum nächsten fuhr und nur selten von der Konkurrenz ernsthaft gefordert wurde. Von der "Formel Fad" war die Rede.

Alexander Wurz

Alex Wurz rechnet damit, dass die Formel 1 nicht aus dem Programm gekippt wird Zoom

Seit 2010 ist nun der nächste deutsche Pilot in der Formel 1 nur schwer zu schlagen - Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Fahrer sorgt zwar mit seinen Siegen regelmäßig dafür, dass für sein Team die österreichische Bundeshymne gespielt wird, dennoch würden sich manche Fans über etwas Abwechslung freuen, zumal Vettel auf dem Weg zum vierten Titel in Serie ist.

Ex-Formel-1-Pilot Alex Wurz, der die Rennen für das österreichische Fernsehen gemeinsam mit Ernst Hausleitner kommentiert, rechnet 2013 nicht wie 2010 und 2012 mit einem aufregenden Saisonfinale, sondern mit einem vorzeitigen WM-Titel für Vettel - nicht gerade das optimale TV-Szenario.

Wurz rechnet nicht mit Formel-1-Finalthriller

Dennoch sieht er dies gegenüber 'Speedweek' nicht negativ für den Sport: "Wenn du einen Schritt zurück machst, finde ich es gut, weil die Formel 1 sich dann immer noch als Sport zeigt, der nicht beeinflusst wird, und in dem einfach der Beste gewinnt, selbst wenn es auch frühzeitig ist. Ich finde das gut, weil die Formel 1 ein purer Sport ist, der nicht künstlich beeinflusst wird."

"Die Formel 1 ist ein purer Sport, der nicht künstlich beeinflusst wird." Alex Wurz

Da sich der 'ORF' aber zu einem Sparkurs gezwungen sieht, wurde zuletzt trotz des Vertrags bis 2016 laut darüber nachgedacht, die Formel 1 aufgrund der hohen Lizenzkosten aus dem Programm zu kippen, zumal auch die Fußball-WM in Brasilien kommendes Jahr übertragen wird. Damit wäre die Formel 1 in Österreich nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen, sondern nur noch über Kabel ('RTL') oder Pay-TV ('Sky').

Bleibt die Formel 1 im 'ORF'?

Wurz beruhigt aber die österreichischen Fans und meint, derartige Absetzungspläne seien mit Vorsicht zu genießen, schließlich rege sich dagegen "enormer Widerstand. Es gibt eine sehr, sehr große Formel-1-Anhängerschaft." Die Einschaltquoten der Rennübertragungen seien "besser als je zuvor. Und es ist im Augenblick auch eines der erfolgreichsten Produkte, die der 'ORF' seinen Kunden anbietet."

"Die Einschaltquoten der Rennübertragungen sind besser als je zuvor." Alex Wurz

Er halte eine offene Diskussion über die Formel-1-Übertragungen zwar für gut, "denn man muss sein Produkt immer wieder analysieren", glaube aber nicht an ein Aus, zumal für nächstes Jahr nach zehn Jahren Pause auch das Grand-Prix-Comeback auf dem Red-Bull-Ring geplant ist. "Unter dem Strich glaube ich, wird die Formel 1 im Programm bleiben, weil es ein erfolgreiches Produkt ist, und der Österreicher gerne Formel 1 schaut", sagt Wurz.

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