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  • 25.12.2016 · 09:34

  • von Dominik Sharaf

Wolff zu Bottas: "Nur Analphabeten sehen Interessenkonflikt"

Der Mercedes-Sportchef betont, mit Daimler bereits eine Absprache getroffen zu haben: Er könne keinen Piloten als Manager betreuen, der für die Silberpfeile fährt

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Sportchef Toto Wolff erkennt keinen Interessenkonflikt, sollte Valtteri Bottas als Nachfolger für den zurückgetretenen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg verpflichten. Wie er der 'Gazzetta dello Sport' laut 'Speedweek' erklärt, hätte er für einen solchen Fall bei seinem Amtsantritt eine Absprache mit dem Konzern getroffen. "Ich bin kein Idiot", meint Wolff und begegnet seinen Kritikern in scharfem Ton an: "Wer hier von Interessenkonflikten spricht, ist ein Formel-1-Analphabet."

Toto Wolff, Lewis Hamilton, Valtteri Bottas

Toto Wolff, Lewis Hamilton und Valtteri Bottas könnten 2017 ein Team bilden Zoom

Offenbar muss der Österreicher seine Aktivitäten im Management Bottas' ruhen lassen oder komplett aufgeben, sobald der offenbar scheidende Williams-Pilot zu seiner Truppe wechselt. "Als ich vor vier Jahren zu Daimler kam, bin ich mit der Firma übereingekommen, dass ich keinen Piloten betreuen kann, der gleichzeitig für Mercedes fährt", stellt Wolff klar. Schon in der aktuellen Konstellation sprach er davon, dass ihn und Bottas deshalb "Chinesische Mauern" trennen würden.

Wolff betont, dass in der Sache noch keine Entscheidung gefallen und das zweite Mercedes-Cockpit weiter zu haben wäre: "Es ist noch zu früh", bremst er und verweist auf seinen Antriebskunden Williams: "Wir müssen auch die anderen Rennställe respektieren. Valtteri ist eine Möglichkeit, aber jeder weiss, wie wichtig er für Williams ist. Das ist eine heikle Situation, die vorsichtiges Vorgehen erfordert, und daher nehmen wir uns dafür Zeit." Vor dem 3. Januar wird nichts bekannt gegeben.

Denn der frühere Williams-Teilhaber Wolff ist gemeinsam mit Didier Coton und Ex-Weltmeister Mika Häkkinen für das Bottas-Management zuständig. Die Allianz bröckelt nicht nur wegen Wolffs Job bei Mercedes: Der Finne und der Franzose stellten vor einem Jahr ihre Zusammenarbeit ein.

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