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Williams-Testpilot Nicholas Latifi: Formel-1-Cockpit 2020 ist das Ziel

Nicholas Latifi testet für Williams in Barcelona und stellt dabei klar, dass er sich große Hoffnungen auf einen Fixplatz in der kommenden Saison macht

(Motorsport-Total.com) - 134 Runden spulte Nicholas Latifi am ersten Testtag in Barcelona ab. Damit war der Kanadier der fleißigste Pilot am ersten Tag. Auch am zweiten Tag wird der Formel-2-Meisterschaftsführende im Williams FW42 Platz nehmen. Kanadische Medien spekulieren bereits über ein vorgezogenes Formel-1-Debüt noch in diesem Jahr, doch davon will der 23-Jährige noch nichts wissen.

Nicholas Latifi

Nicholas Latifi darf an beiden Tagen in Spanien testen Zoom

"Das Ziel ist sicher, in die Formel 1 zu kommen. Derzeit ist das Formel-1-Programm aber nur ein Zusatz zu meinem Formel-2-Jahr. Das hat Priorität", stellt der Kanadier am Rande der Testfahrten klar. Latifi war bereits Testpilot für Renault und Force India, in diesem Jahr wird er für Williams mehrere Einsätze bestreiten.

Das strauchelnde Traditionsteam steht im Verdacht, Latifi noch in dieser Saison statt Robert Kubica einzusetzen, glaubt man zumindest der kanadischen Zeitung 'Le Journal de Montreal'. Kubicas Leistungen in den ersten fünf Saisonrennen, die er allesamt als Letzter beendet hat, sprechen nicht für den Polen.

Doch Latifi will von diesen Gerüchten bislang nichts wissen. Auf Nachfrage verrät er, dass er mit dem Team noch nicht über eine mögliche Formel-1-Zukunft gesprochen habe. "Das ist jetzt noch zu früh, wir sind erst drei Rennwochenenden in der Formel 2 gefahren, die Saison ist noch lang."

Er hofft, seine Form in der Formel 2 zu halten. Mit seinem Auftaktsieg in Bahrain und zwei weiteren Erfolgen in Baku und Barcelona hat er sich an die Spitze der Meisterschaft gestellt, 26 Punkte beträgt sein Vorsprung gegenüber Luca Ghiotto.


Testfahrten in Barcelona

"Ich hoffe, ich kann meine Form halten und die Meisterschaft gewinnen. Wenn ich das schaffe, dann sollte ich in einer guten Position sein, um im kommenden Jahr Formel 1 zu fahren." Hoffnung geben ihm seine Vorgänger: "Wenn man sich die vergangenen Jahre ansieht, sind alle Meister der Formel 2 aufgestiegen."

Jolyon Palmer (2014), Stoffel Vandoorne (2015), Pierre Gasly (2016), Charles Leclerc (2017) und George Russell (2018) haben ihre Formel-1-Chance erhalten. "Das bringt mich in eine gute Position, aber wir haben auch gesehen bei Pierre und Stoffel, dass sie nicht sofort einsteigen konnten."

Beide mussten ein Jahr in der japanischen Super Formula einlegen, um danach in die Königsklasse aufzusteigen. "Wenn ich die Meisterschaft gewinne, wäre mein Ziel natürlich, sofort einzusteigen und keinen Umweg machen zu müssen. Die Formel 2 zu gewinnen, wird mir die größtmögliche Chance geben."

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