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230 Millionen Euro: Neuer Großinvestor bei McLaren

McLaren als Mutterfirma des gleichnamigen Rennteams hat mit Nidala Limited einen neuen Großinvestor an Land gezogen, der rund 230 Millionen Euro mitbringt

(Motorsport-Total.com) - Die McLaren-Gruppe hat den Einstieg eines neuen Großinvestors bekanntgegeben. Nidala BVI Limited steigt demnach mit einem Betrag von umgerechnet rund 230 Millionen Euro in das Unternehmen ein, zu dem auch das gleichnamige Formel-1-Team zählt.

Eric Boullier, Zak Brown, Jonathan Neale

McLaren verkauft weiter Anteile, um an frisches Kapital zu kommen Zoom

Die gesamte Firmengruppe profitiere von den zusätzlichen Geldern, die in den kommenden zwölf Monaten fließen sollen, erklärt McLaren-Vorstand Scheich Mohammed bin Essa Al Chalifa. "Diese Investition beweist Vertrauen in unsere Zukunftsstrategie. Wir konzentrieren uns weiterhin auf unser Wachstum."

Nidala BVI Limited ist, wie der Name schon sagt, auf den Britischen Jungfrauen-Inseln (BVI) registriert. Doch wer genau dahinter steckt, wollte McLaren auf Nachfrage nicht kommentieren. "Uns steht nicht zu, Details über den Investor preiszugeben", heißt es aus Woking. "Das ist aber in einem solchen Fall ganz normal."

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' steht Michael Latifi als Geschäftsführer des großen kanadischen Lebensmittelkonzerns Sofina und als Vater von Formel-2-Pilot Nicholas Latifi in Verbindung mit Nidala Limited - und Nidala könnte als Anagramm für Nicholas Daniel Latifi stehen.

Eine Nachfrage, ob das Nidala-Investment zu einem Formel-1-Cockpit für Latifi führen könnte, wollte ein McLaren-Sprecher indes nicht kommentieren.

McLaren-Boss Zak Brown hatte zuletzt am Rande des Grand Prix von Spanien in Barcelona in seiner Medienrunde erklärt, McLaren stehe finanziell solide da - obwohl es dem Rennteam in der Formel 1 an einem Titelsponsor fehlt und große Teile des aktuellen MCL33 nicht mit Sponsorenklebern versehen sind. "Unser Anteilseigner sind schon lange in diesem Sport vertreten. Sie verstehen die Formel 1 sehr gut, und sie haben Geduld", meint Brown.

"Wir alle wollen möglichst viele Sponsoren in die Formel 1 bringen, doch unsere Anteilseigner wissen auch: Das ist nicht so einfach."