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Latifi: Anteile an McLaren zeichnen das falsche Bild

Der Vater von Formel-2-Fahrer Nicholas Latifi hat in das Formel-1-Team McLaren investiert - Laut dem Piloten wirft das ein falsches Bild auf seine Karriere

(Motorsport-Total.com) - Nicholas Latifi ist ein talentierter und junger Rennfahrer, der für das Formel-2-Team DAMS an den Start geht. Erst vor kurzem hat sein Vater Investitionen in das McLaren-Team der Formel 1 getätigt, weshalb nun viele Menschen Latifi im Vorteil um ein Cockpit im traditionsreichen Rennstall sehen. Das Investment habe aber keinen Einfluss und würde ein falsches Licht auf seine Karriere werfen, so Latifi. Er würde aber verstehen, wenn Leute von außen skeptisch auf das Geschäft seines Vaters blicken.

Nicholas Latifi

Hat das Investment Einfluss auf die Karriere von Nicholas Lafiti? Zoom

Michael Latifi hat in der vergangenen Woche mehr als 230 Millionen Euro an das Team überwiesen und sich so einen Platz als Anteilseigner gesichert. Er ist der erste neue Shareholder seit dem Aus von Ron Dennis. Laut McLaren-Geschäftsführer Zak Brown sei bei den Gesprächen rund um das Investment die Karriere von Nicholas Latifi niemals ein Thema gewesen. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' sagt der Formel-2-Pilot: "Ich mache mir keine Sorgen darüber, was die Öffentlichkeit denkt. Trotzdem wirft es ein gewisses Licht auf mich. Die Menschen bilden sich ihre Meinung durch das, was sie sehen. Wenn ich nicht im Rennsport aktiv wäre, würde ich dasselbe denken."

Latifi betont, dass seine Karriere und die Geschäfte seines Vaters getrennt werden. "Würde ich morgen mit dem Rennsport aufhören, würde er trotzdem noch in McLaren investieren", erklärt der DAMS-Youngster. In der Königsklasse benötigen viele Fahrer Unterstützung durch Unternehmen oder die Familie. "Viele verstehen nicht, dass es kein Sponsoring ist, sondern ein Investment in das Unternehmen", so Nicholas Latifi. "Es geht nicht darum, Geld dort hinein zu stecken, um mir ein Rennwagen zur Verfügung zu stellen."

Mit dem Investment wolle Michael Latifi Geld verdienen, wie es bei solch einem Geschäft gang und gäbe ist. "Es hat keinen Einfluss auf meinen Job", erklärt der Sohn des Investors. "Zwischen der Investition und mir gibt es keinerlei Verbindung." In der Saison 2018 tritt der junge Rennfahrer in der Königsklasse als Test- und Reservefahrer für Force India auf. Nicholas Latifi hat gehofft, dass das Geschäft seines Vaters keinen Medienwirbel verursacht. "Ich möchte meine Karriere selbst aufbauen und die Basis sind meine Fähigkeiten auf der Strecke", gibt er sich kämpferisch.

Die Teams würden ihm aufgrund der Investition seines Vaters nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, sagt Latifi. "Mein Name ist im Fahrerlager bekannt und ich bin in der Lage, Formel-1-Autos zu fahren", fügt er hinzu. In der Formel 2 muss Latifi in der Meisterschaft in den Top 5 landen, um die nötigen Punkte für die Superlizenz zu bekommen. Stand jetzt steht er auf Rang zehn mit 72 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter. Auf Platz fünf fehlen ihm 23 Zähler.

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