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Williams oder Sauber? September "entscheidend" für Nasr

Felipe Nasr darf sich berechtigte Hoffnungen auf ein Williams-Cockpit für 2017 machen, doch auch Sauber ist eine Option - Entscheidung noch in diesem Monat?

(Motorsport-Total.com) - Wo führt der Weg von Felipe Nasr 2017 hin? Bleibt der Brasilianer ein weiteres Jahr beim Sauber-Team, das dank neuer Investoren wieder in Schwung kommen will, oder geht es möglicherweise zurück zu Williams, wo Nasr 2014 bereits als Testfahrer angestellt war? Fakt ist, dass beim Team aus Grove in der kommenden Formel-1-Saison nach dem Rücktritt von Felipe Massa mindestens ein Cockpit frei wird. Und langsam aber sicher gehen Williams die Kandidaten aus.

Felipe Nasr

Trägt Felipe Nasr 2017 wieder die Williams Farben oder bleibt er Sauber treu? Zoom

Zwar soll der Vertrag mit Valtteri Bottas verlängert werden, doch für das zweite Auto fällt ein Pilot nach dem anderen weg. Eine mögliche Rückkehr von Jenson Button ist jedenfalls vom Tisch. Der Weltmeister von 2009 wird McLaren-Honda in einer neuen Rolle erhalten bleiben. Und auch Sergio Perez wird nicht nach Grove wechseln, er verlängerte seinen Vertrag bei Force India bis Ende 2017.

Das dürfte die Chancen von Nasr ziemlich erhöht haben. "Wir werden es sehen. In diesem Monat passieren viele Dinge, und hoffentlich können wir bald eine Entscheidung treffen", erklärt der Brasilianer und prophezeit: "Ich denke, dass dieser Monat auch für viele andere Piloten entscheidend sein wird." Während die Cockpits bei den Spitzenteams bereits vergeben sind, sieht das im Formel-1-Mittelfeld ganz anders aus.

Noch immer buhlen zahlreiche Fahrer um einen Platz für 2017. Nasrs Vorteil könnte bei Williams darin liegen, dass er schon einmal mit dem Team gearbeitet hat und die "großartige Beziehung" lobt, die man damals gehabt habe. "Ich will sehen, welche Möglichkeiten es dort gibt, und auch bei allen anderen Teams, über die wir nachdenken", so der Brasilianer, der auch Sauber als "attraktive Option" für die kommende Saison sieht.


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Doch trotz der neuen Investoren bei den Schweizern wäre Williams wohl die Wunschoption des 24-Jährigen. "Ich kann nur sagen, dass ich damals ein positives Jahr dort hatte", so Nasr, der eigentlich gar nicht mit dieser Möglichkeit gerechnet hatte. "Ich war überrascht, denn als ich das letzte Mal mit ihm gesprochen habe, da hatte ich das Gefühl, dass er noch ein oder zwei Jahre bleiben möchte", erklärt er im Hinblick auf Massas Rücktritt.

Sein Landsmann sei ein "echter Freund", und ausgerechnet er könnte nun den Weg für Nasr bei Williams freigemacht haben. "Er hat mich in der Formel 1 mit offenen Armen empfangen", berichtet Nasr und verrät: "Ich konnte von seiner Erfahrung profitieren, als ich bei Williams war. Ich habe viel von ihm gelernt, obwohl es nur eine kurze Zeit war."