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  • 22.05.2015 · 08:46

  • von Ryk Fechner

Wie ernst sind Hamiltons Songwriter-Gehversuche?

Lewis Hamilton unterstreicht, dass sein Fokus 2015 auf dem Gewinn des Formel-1-WM-Titels liegt, aber einer Karriere als Songwriter wäre er nicht abgeneigt

(Motorsport-Total.com) - Dass Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton neben seiner Haupttätigkeit zahlreichen Hobbys nachgeht, stößt im Fahrerlager auf geteiltes Echo. Kritik hagelte es zuletzt von Damon Hill, der seinem Landsmann riet, sich eher auf das Fahren zu konzentrieren, wohingegen Mercedes-Teamchef Toto Wolff seinem Schützling den Hollywood-Lifestyle zugesteht. Neben Film-Dreharbeiten oder Kicks mit Arsenal-London-Größen ist Hamilton zum Zeitvertreib im heimischen Musikstudio zu finden, das er einst für "Dauer-on-off-Lebensgefährtin" Nicole Scherzinger einrichten ließ.

Lewis Hamilton

Wie viel Dichter, Denker und Komponist steckt in Weltmeister Lewis Hamilton? Zoom

Die britische Zeitung 'The Sun' sagt dem Briten sogar ernsthafte Kontakte zu Rapper Jay Z nach, als Songwriter soll Hamilton bereits achzig Songs geschrieben haben. Doch wie steht es damit, die eigenen Stücke auch unter eigenem Namen zu veröffentlichen? Auf Nachfrage von 'The London Standard' wirkt der sonst so selbstbewusste Hamilton wohl etwas verlegen: "Ich weiß nicht, ob ich das tun würde. Ich mag es einfach (Songs zu schreiben; Anm. d. Red.). Ich meine, wenn ein Song von mir so gut wäre, dass ihn jemand singen will, wäre das klasse", spielt er mit dem Wunsch, nicht nur als Lenkradakrobat in die Geschichte einzugehen.

"Als Autor bekannt zu werden, wäre ziemlich genial." Dennoch nimmt er seinen Kritikern sofort den Wind aus den Segeln. "Ich versuche erst einmal, den dritten Weltmeistertitel klarzumachen, das hat Priorität", so der 30-Jährige, der sich bei seinen musikalischen Ausschweifungen unter anderem von den Reggae-Platten seines Vaters inspirieren ließ. Auch "If you're Reading it's too late" von Drake oder "Planes" von Jeremih habe seinen Stil beeinflusst, der in Richtung "Urban Pop" gehe.


Lewis Hamilton im historischen Silberpfeil

Hamilton ist nicht der einzige Pilot der Königsklasse, der einem musischen Hobby nachgeht. Ex-Weltmeister Damon Hill beispielsweise war in Jugendjahren Mitglied einer Punkband mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen "Sex, Hitler and Hormones", Adrian Sutil gilt als Virtuose am Piano. Auch Bestrebungen die eigene Musik zu verkaufen, gab es schon: Jacques Villeneuve, Weltmeister 1997, veröffentlichte in Nordamerika eine Platte mit dem Titel "Private Paradise", die jedoch lediglich 1.000 mal verkauft wurde.

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