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Wegen Liberty: EU-Beschwerde könnte ausgeweitet werden

Liberty Media ist ein US-Konzern, weshalb die EU-Beschwerde von Force India und Sauber nun auf die USA ausgeweitet werden könnte

(Motorsport-Total.com) - Die Beschwerde der Formel-1-Teams Force India und Sauber über die ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung der Einnahmen bei der Wettbewerbskommission der Europäischen Union könnte auf die USA ausgeweitet werden. Das wird derzeit in Brüsseler Politik-Kreisen spekuliert und laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' von den Beteiligten tatsächlich in Betracht gezogen.

Robert Fernley

Robert Fernley schließt ein Verfahren auch in den USA derzeit nicht aus Zoom

"Wir ziehen alle Möglichkeiten in Betracht, und ich kann es Journalisten nicht übel nehmen, wenn sie mutmaßen und zu diesem Schluss kommen", erklärt Force Indias Stellvertretender Teamchef Robert Fernley auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. Hintergrund ist der Einstieg von Liberty Media in die Formel 1. Während CVC Capital Partners von Großbritannien aus agiert, ist Liberty ein US-amerikanischer Konzern. Insofern ergibt eine zweite Beschwerde in den USA Sinn.

"Wir haben jetzt amerikanische Eigentümer - und die amerikanischen Behörden sind sehr streng, wenn es um Wettbewerbsrecht geht. Da ergibt es Sinn, darüber nachzudenken", unterstreicht Fernley, ohne eine zweite Beschwerde explizit zu bestätigen. Klar sei nur: "Wir sind sehr, sehr entschlossen, ein unserer Meinung nach ungerechtes System mit diesen bilateralen Vereinbarungen anzufechten. Was immer dafür notwendig ist, werden wir uns sicherlich sehr genau ansehen."

Die Einnahmenverteilung in der Formel 1 ist bis 2020 geregelt; im Gegensatz zu früher allerdings nicht durch ein einheitliches Concorde-Agreement, sondern durch individuelle Verträge zwischen den Rechteinhabern und den einzelnen Teams. So kassieren Teams wie Ferrari auch Millionenboni, selbst wenn sie komplett erfolglos bleiben sollten, während Newcomer Haas auf Bernie Ecclestones Gnaden angewiesen ist, um überhaupt einen Cent zu sehen - selbst im allerbesten Fall.


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Die Teams sind auf die Zahlungen der Sponsoren so der Beteiligung am Umsatz der Formel 1 angewiesen Weitere Formel-1-Videos

Genau darum geht es bei der EU-Beschwerde, die vor einem Jahr eingereicht wurde. Laut Fernley kommt nun endlich Bewegung in die Angelegenheit: "Ich kann bestätigen, dass die nächste Phase beginnt, denn seitens der EU wurden jetzt weitere Informationen angefordert." Angeblich wurden alle Teams von der EU kontaktiert; zumindest McLaren, Toro Rosso und Manor haben dies aber am Freitag in Sepang bestritten.

An wen genau sich die EU gewandt habe, wisse er nicht, meint Fernley. Er habe nur gehört, dass die Untersuchung jetzt vorangetrieben wird und im Zuge dessen auch weitere Informationen eingeholt werden. Mit Liberty habe man das Thema hingegen noch nicht besprochen: "Wir haben Chase Carey erst einmal kurz Hallo gesagt. Da wäre es nicht angemessen, gleich mit solchen Themen anzukommen", sagt er.

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