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Vorverkauf Spielberg: 30 Prozent mehr als im Vorjahr

Beim Österreich-Grand-Prix am Red-Bull-Ring am 1. Juli dürfte es volle Tribünen geben - Helmut Marko verrät, wie Red Bull bei seinem Heimspiel siegen kann

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Kalender 2018 hält für Fans, Teams und Fahrer keine Atempause bereit: Der kommende Grand Prix von Frankreich in Le Castellet am 24. Juni ist der Auftakt für drei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden. Vom Circuit Paul Ricard geht es direkt nach Spielberg und von dort zum Klassiker nach Silverstone. Vor den Sommerferien gibt es Ende Juli dann noch zwei Back-to-Back-Rennen in Deutschland und Ungarn. Bei so viel Königsklasse kann schon mal Formel-1-Müdigkeit aufkommen - jedoch nicht bei den Fans in Österreich.

Max Verstappen, Daniel Ricciardo

Max Verstappen und Daniel Ricciardo freuen sich aufs Österreich-Heimspiel Zoom

Obwohl die letzten Rennen in Monaco und Kanada nicht gerade Aufreger waren, läuft der Vorverkauf für den Grand-Prix am Red-Bull-Ring ganz nach den Wünschen der Verantwortlichen. "Die Formel 1 hat kräftig zugelegt - weit über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", zieht Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko eine erste Bilanz. Für das Rennwochenende der MotoGP Mitte August (hier geht's zum Rennkalender der MotoGP) liege die Zahl sogar noch leicht drüber, wobei der Run auf Tickets nur für den jeweiligen Rennsonntag ähnlich groß sei.

Nachdem die Talsohle 2016 durchschritten wurde, herrscht rund um das Formel-1-Rennen in Österreich jetzt wieder eine gewisse Euphorie. Vor zwei Jahren waren nur noch 85.000 Menschen am gesamten Rennwochenende an der Strecke. 2017 waren es dann rund 145.000. Nun sollen laut Marko nochmals 30 Prozent on top kommen - es wäre damit die zweithöchste Besucherzahl bei der Formel 1 nach deren Comeback 2014 in Spielberg, als der Ring mit 225.000 Zuschauern ausverkauft war.

Helmut Marko hofft aufs Österreich-Wetter: Regen als optimale Chance

Als einen der Gründe für den Aufschwung nennt Marko im exklusiven Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' den Sieg von Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo beim Grand Prix von Monaco. "Das hat sicher einen Push gegeben. Der Hauptgrund ist aber, dass die Vorherrschaft von Mercedes gebrochen wurde und diese langweiligen Doppelsiege endlich ein Ende haben." Jetzt hofft der 75-Jährige auf ein weiteres starkes Red-Bull-Ergebnis in Le Castellet. Wenn es gelänge, ein "Super-Resultat einzufahren, kämen noch mehr Leute."

Hoffnung könne den Formel-1-Fans in Österreich ein weiteres Upgrade des Renault-Antriebs machen - außerdem hofft Marko auf ein Regenrennen, um Ferrari und Mercedes leichter ein Bein stellen zu können. Es wäre das erste Rennen unter nassen Bedingungen in der Formel-1-Saison 2018. "Irgendwann muss der Regen kommen! Das wäre natürlich unsere optimale Chance."


Legendenparade in Spielberg

Wie schon in den vergangenen Jahren setzen die Macher des Österreich-Grands-Prix wieder auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das auch klassische Rennfahrzeuge integriert. "Das Programm umfasst die goldenen Zeiten des deutschen Tourenwagen-Sports. Das waren die Gruppe-5-Autos, die damals saumäßig schnell gewesen sind. Die sind attraktiv, laut und spektakulär", sagt Marko. Pilotiert werden sollen die Autos von österreichischen Rennlegenden wie Gerhard Berger und Niki Lauda, der im BMW Alpina um den Red Bull Ring fahren wird.

Als plötzlich Kühe auf dem Österreichring standen

Keinen neuen Stand gebe es zwar bezüglich der Umbauten an der Westschleife, dafür rühren Marko und andere Red-Bull-Granden die Werbetrommel für den bestehenden Ring. "Die Strecke ist klasse. Sie haben das gut gemacht, dass der Old-School-Charakter erhalten geblieben ist", sagt etwa Ex-Pilot Mark Webber. "Die Rennen sind wirklich oft gut. Es ist oftmals schwierig mit den Reifen. Solange es trocken ist, ist es lustig. Sobald es regnet, wird es richtig, richtig schwierig, weil es sehr rutschig ist. Die Fahrer lieben die Strecke", so der Australier.

Und Niki Lauda erinnert sich an die alten Zeiten am Österreichring: "Wir waren damals hier testen mit Ferrari. Da habe ich mein Auto angehalten und bin schnell zum Rennleiter und habe ihm gesagt: 'Hier oben rennen Kühe herum!' Dann sind alle sofort los. Es war aber keine Kuh da. In meiner Blödheit hatte ich diese riesigen Strohballen mit Kühen verwechselt. Das Training war dummerweise dadurch unterbrochen." Marko ergänzt: "Ich habe damals mit Porsche hier getestet. Da waren wirklich drei Kühe auf der Strecke. Ich habe mich gedreht, den Porsche gerade noch angehalten. Ich war heilfroh, dass es gut gegangen ist."

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