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Vize-Renndirektor: Formel-1-Urgestein Herbie Blash hört auf

Rente mit 67: Am Ende der Formel-1-Saison 2016 legt der Stellvertreter von Charlie Whiting sein Amt nieder - FIA-Sicherheitschef Laurent Mekies wird sein Nachfolger

(Motorsport-Total.com) - Ein Urgestein der Formel 1 sagt "Auf Wiedersehen": Der stellvertretende Renndirektor der FIA, Herbie Blash, wird sein Amt am Ende der Formel-1-Saison 2016 niederlegen. Das gab der Automobil-Weltverband am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt. Blash fungierte 21-Jahre lang als rechte Hand von Renndirektor Charlie Whiting. Sein Nachfolger wird der Franzose Laurent Mekies, der derzeit als FIA-Sicherheitsdirektor maßgeblich an der Entwicklung des umstrittenen "Halo"-Kopfschutzsystems beteiligt ist.

Charlie Whiting

FIA-Renndirektor Charlie Whiting (l.) verliert 2017 seine rechte Hand Herbie Blash Zoom

Michael Blash, von allen nur "Herbie" genannt, ist eine Institution in der Formel 1: Wenn die Fahrer nach einem Qualifying oder einem Rennen mit ihren Boliden in den Parc ferme kommen, ist der 67-Jährige meist schon da. Blash nimmt die Piloten in Empfang, sorgt dafür, dass der Jubel mit den Mechanikern und Ingenieuren nicht zu exzessiv ausfällt und geleitet die Fahrer auf die Waage. Zusammen mit Whiting sorgte der Brite zwei Jahrzehnte lang für den reibungslosen Ablauf der Rennwochenenden. Nach dem letzten Grand Prix des Jahres, dem Großen Preis von Abu Dhabi am ersten Adventssonntag, geht er in den wohlverdienten Ruhestand.

In die Königsklasse des Motorsports kam Blash bereits im Jahr 1965. Im Rennstall von Rob Walker verdiente er seine ersten Meriten als Mechaniker. Drei Jahre später wechselte er zu Lotus und wurde Renningenieur des legendären Jochen Rindt. 1970 erlebte er in Monza den tödlichen Unfall des Österreichers, der postum Formel-1-Weltmeister wurde. Blash arbeitete sich in den Hierarchien weiter nach oben und wechselte 1972 zu Brabham, dem Rennstall von Bernie Ecclestone. Hier fungierte er als Team-Manager - in dieser Zeit (1981 und 1983) gewann Nelson Piquet zweimal den Fahrer-Weltmeistertitel.

FIA-Präsident Jean Todt würdigt Verdienste von Blash

Blash blieb über 15 Jahre beim englischen Rennstall, Anfang der 90er wurde er kurzzeitig Sportdirektor von Brabham, ehe er dieselbe Aufgabe bei Yamaha übernahm. 1995 schließlich kam er zur FIA, wo er seitdem als rechte Hand von Renndirektor Whiting nicht mehr wegzudenken ist. "Es war ein großes Vergnügen, zwei Jahrzehnte lang an der Seite von Herbie tätig zu sein", sagt Whiting angesichts des bevorstehenden Abschieds seines Vizes.

Laurent Mekies

Nachfolger: Laurent Mekies war bei Toro Rosso und ist aktuell FIA-Sicherheitschef Zoom

Auch FIA-Präsident Jean Todt würdigt die Verdienste des Briten: "Ich möchte Herbie für seine harte Arbeit in den vergangenen 21 Jahren danken. Er hat dazu beigetragen, die Formel 1 zur Königsklasse des Motorsports zu machen. Wir sind froh, dass er auch weiterhin für die FIA arbeiten wird." Welche Aufgaben Blash künftig übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Fest steht allerdings, wer sein Nachfolger als stellvertretender Renndirektor ab der Formel-1-Saison 2017 werden wird.

Laurent Mekies ist seit 2014 FIA-Sicherheitschef und wird dieses Posten auch künftig nach seiner Ernennung zum Co-Renndirektor von Whiting behalten. Seine Formel-1-Laufbahn begann der Franzose im Jahr 2001 beim Arrows-Team, ein Jahr später wechselte er zu Minardi. Nach der Übernahme und Umbenennung in Toro Rosso blieb er und wurde 2006 Chefingenieurs des Teams aus Faenza. 2012 verließ er den italienischen Rennstall als Leiter Fahrzeug-Performance und kam zur FIA, wo er nun den nächsten Karriereschritt unternimmt.

"Jemanden wie Herbie zu ersetzen, ist sicher nicht einfach, aber wir sind sehr froh, dass Laurent diesen Posten übernimmt", streut Todt seinem Landsmann Rosen. "Mit seiner Erfahrung und seinem Einsatz für die Sicherheit wird er dazu beitragen, dass die Formel 1 weiterhin das FIA-Aushängeschild hinsichtlich Renndurchführung und Sicherheit bleiben wird", so der Verbandschef abschließend.

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