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Formel-1-Cockpitschutz: "Halo"-Entscheidung bis zum 15. Juli

Deadline: Bis Mitte Juli soll entschieden werden, ob der "Halo"-Kopfschutz zur Formel-1-Saison 2017 eingeführt wird - Red-Bull-"Aeroscreen" ab 2018 wieder ein Thema?

(Motorsport-Total.com) - Die Einführung des umstrittenen Cockpit-Schutzsystems "Halo" zur Formel-1-Saison 2017 rückt näher. Bis Mitte Juli sollen die letzten Hürden genommen werden und die Teams verbindlich Bescheid bekommen. "In dieser Woche finden die letzten Tests statt. Anfang Juli gibt es dann ein Treffen mit den Teams, bei dem wir die Ergebnisse besprechen werden", bestätigt FIA-Sicherheitschef Laurent Mekies im Gespräch mit 'ESPN'.

Sebastian Vettel, Halo

Anfang März testete Sebastian Vettel im Ferrari erstmalig eine "Halo"-Variante Zoom

Die Zeit drängt: Obwohl gerade nur etwas über ein Drittel der Formel-1-Saison 2016 absolviert ist, stecken die Rennställe bereits tief in der Entwicklung für das kommende Jahr. Tiefgreifende Änderungen beim technischen Reglement werden die Autos breiter und optisch aggressiver machen, die Designabteilungen der Teams arbeiten auf Hochtouren. Weil "Halo" Auswirkungen auf das Chassis-Design hat, heißt es nun, Nägel mit Köpfen zu machen.

"Wir können Entscheidung nicht ewig verzögern, die Entwicklung läuft deshalb auf Hochtouren", so Mekies, der den 15. Juli als Deadline nennt. Gleichwohl sei noch viel Arbeit zu erledigen, ehe man den finalen Beschluss fassen könne, dass "Halo" zur kommenden Saison eigeführt wird. "Es finden noch Tests statt, dann folgt das Meeting mit den Teams und auch die Auswirkungen auf das Design sind noch zu klären", drängt der FIA-Sicherheitschef auf eine schnelle Lösung. Manche Teams seien bald soweit, die Arbeiten am Chassis-Design für die kommende Saison auf Eis zu legen, ihnen wolle man nicht in die Quere kommen.

Geometrie des "Halo"-Bügels seit Barcelona-Test leicht verändert

Mekies bestätigt, dass sich die Form des "Halo"-Bügels bei der Entwicklung im Vergleich zu der ersten Version, die Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel Anfang März in Barcelona testeten, leicht verändert habe. "Die generelle Form ist immer noch dieselbe, aber die Geometrie ist nun etwas anders. Das ist das Ergebnis der Arbeit, die zwischen dem Barcelona-Test und heute stattgefunden hat." Bei der FIA richtete man in den vergangenen Monaten die volle Konzentration auf die Entwicklung des "Halo"-Systems. Der alternative "Aeroscreen", den Red Bull ins Spiel brachte, ist für die kommende Saison kein Thema mehr.

Aeroscreen

Die von Red Bull entwickelte "Aeroscreen"-Variante ist für die Saison 2017 vom Tisch Zoom

Dass das Red-Bull-Konzept, das von einigen Fahrern und Teams favorisiert wird, damit aber endgültig vom Tisch ist, bestreitet Mekies. "Das betrifft nur 2017. Wir müssen eine Deadline einhalten, und wenn wir zwei Konzepte gleichzeitig verfolgt hätten, wäre das schwierig geworden. An einem gewissen Punkt muss man abschätzen, ob man es schafft oder nicht - und mit dem 'Aeroscreen'-System hätten wir es nicht gepackt. Deshalb haben wir die Entwicklung eingestellt, bis wir 'Halo' für 2017 auf dem richtigen Weg haben."

Der Plan könnte also lauten, "Halo" verbindlich für die Saison 2017 einzuführen und im kommenden Jahr die Diskussionen über die "Aeroscreen"-Windschutzscheibe fortzuführen. Auch Mekies glaubt: "Red Bull und die Teams werden weiter wertvolle Beiträge liefern. Nichts ist für immer gestorben - es ging nur darum, eine der beiden Lösungen für 2017 an den Start zu bekommen." Sollte "Halo" grünes Licht bekommen, könnte es nicht nur in der Formel 1 zum Einsatz kommen. FIA-Präsident Jean Todt ließ durchklingen, dass er eine Einführung auch in den Nachwuchskategorien bei allen offenen Einsitzer-Rennautos befürwortet.

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