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Vergne & Ricciardo: Wer empfiehlt sich für Red Bull?

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hält große Stücke auf seine beiden Fahrer, möchte sich aber nicht auf Spekulationen einlassen, wer Mark Webber ersetzen kann

(Motorsport-Total.com) - Toro Rosso nimmt unter den Formel-1-Teams eine besondere Rolle ein. Als Juniorteam von Red Bull dient die Mannschaft von Franz Tost vornehmlich dazu, junge Fahrern aus dem Red-Bull-Kader in die Formel 1 zu bringen und sie auf einen eventuellen Einsatz im Hauptteam des Getränkeherstellers vorzubereiten. Doch bisher hat diese Taktik nur bei Sebastian Vettel funktioniert, Fahrer wie Scott Speed, Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari fuhren nach ihrem Engagement bisher bei keinem anderen Team, nur Vitantonio Liuzzi gab zwei kurze Gastspiele bei Force India und HRT.

Jean-Eric Vergne, Daniel Ricciardo

Jean-Eric Vergne & Daniel Ricciardo: Schafft einer der beiden den Sprung? Zoom

Ein Problem der Youngster heißt Mark Webber. Der Australier besetzt seit 2007 eines der begehrten Red-Bull-Cockpits, aus dem anderen wird Sebastian Vettel wohl eher nicht zu verdrängen sein. So haben in diesem Jahr Daniel Riccardo und Jean-Eric Vergne die Chance, sich nach 2012 erneut für das aktuelle Weltmeisterteam zu empfehlen.

Ob einer von ihnen im nächsten Jahr auch in das Red-Bull-Team aufsteigen könnte, vermag Teamchef Franz Tost nicht zu beantworten. "Das ist pure Spekulation", sagt der Österreicher gegenüber 'formula1.com'. "Erstens müssen wir sehen, was Mark Webber macht, zweitens wie sich unsere Fahrer schlagen und drittens welche Red-Bull-Youngster auf unserem Radar auftauchen."

Zumindest hält der Toro-Rosso-Chef große Stücke auf seine beiden Jungs: "Sie haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie Rennen und Meisterschaften gewinnen können. Daniel ist technisch sehr versiert, er hat viel Ahnung von diesem Prozess und gibt hervorragendes Feedback. Er hat aber auch seine starken Momente im Auto. Jean-Eric ist aggressiver im Auto und auch im Rennen", hebt der 57-Jährige die Stärken seiner Fahrer hervor.


Fotos: Toro Rosso, Testfahrten in Jerez


Er ist sich sicher: "Könnte man diese Qualitäten vereinen, hätte man wahrscheinlich einen absoluten Spitzenfahrer." Allerdings vermag auch Tost nicht vorherzusagen, welcher seiner beiden Piloten am Ende der Saison die Nase vorne haben wird. Doch das ist für ihn nur zweitrangig. Vielmehr gehe es in seinem Team darum, die beiden Youngster mit der Formel-1-Welt vertraut zu machen und so viel wie möglich lernen zu lassen: "Keiner steigt als kompletter Fahrer in die Formel 1 ein", erklärt Tost. "In die Klasse zu kommen ist die eine Sache, sich zu etablieren die andere."

"Hauptsache, ein Fahrer entwickelt sich und ist gewillt, sich mit technischen Dingen auseinanderzusetzen und im Cockpit zu lernen", stellt der Österreicher klar. Und der Job seiner Mannschaft sei es, diese Fähigkeiten des Fahrers aufzuzeigen. Dennoch war es in der vergangenen Saison schwierig, Ricciardo und Vergne einzuschätzen. Der STR7 war zwar schneller als die Hinterbänkler, für Mittelfeldduelle hat es bei den Italienern aber auch nicht ausgereicht: "Wir haben im Detail analysiert, was im vergangenen Jahr schief gelaufen ist und hoffentlich darauf gelernt", so Tost. "Ich bin sicher, dass wir jetzt ein besseres Auto haben."

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