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Update bei Toro Rosso: Carlos Sainz hofft auf "großen Schub"

Toro Rosso bringt in Hockenheim das letzte große Update der Saison 2016 - Carlos Sainz spricht vom "viertbesten Chassis", Daniil Kwjat fehlt das Vertrauen

(Motorsport-Total.com) - Das Toro-Rosso-Team liegt in der Konstrukteurs-WM (Formel 1 2016 live im Ticker) nach elf von 21 Rennen an sechster Stelle, 29 Punkte hinter Force India, aber nur sieben vor McLaren. Weil nach dem Hungaroring mit Singapur nur noch eine Strecke auf dem Programm steht, die dem STR11 wirklich entgegenkommt, rechnet Carlos Sainz nicht mehr mit großen Sprüngen, was das Gesamtklassement oder auch starke Einzelergebnisse angeht.

Carlos Sainz

Carlos Sainz und Toro Rosso stecken 2016 wohl im Mittelfeld fest Zoom

"Wir wissen mehr oder weniger, wo wir den Rest der Saison feststecken werden", sagt der Spanier, in den letzten sechs Rennen viermal Achter und einmal Neunter. "Wir haben ein Auge drauf, was McLaren und Force India machen, aber unsere Position wird wohl nicht sehr viel weiter nach vorne gehen als siebte Plätze."

Das liegt in erster Linie daran, dass der 2015er-Ferrari-Antrieb, den Toro Rosso verwendet, nicht mehr weiterentwickelt wird, die Ferrari-Motoren der anderen Kundenteams Haas und Sauber aber schon. Denn rein aerodynamisch gilt der STR11 aus der Feder von James Key als gelungener Wurf: "Wir haben das viert- oder fünfbeste Chassis im Feld", ist Sainz überzeugt.

Nach Budapest geht's nur noch bergab...

Trotzdem: "Von jetzt an werden alle Rennen schwierig", befürchtet er. "Budapest war wahrscheinlich unsere beste Strecke, aber selbst dort hatten wir Probleme, uns vor dem Rest des Mittelfeldes zu halten. Es wird noch eine harte Saison." Dass er am Hungaroring zwischen FP3 und Q1 statt der sonst üblichen 0,6 plötzlich 1,3 Sekunden gefunden hat, darüber rätseln die Toro-Rosso-Ingenieure immer noch.


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Im hart umkämpften Mittelfeld mit Force India, McLaren und Haas (bei anhaltender Formschwäche vielleicht auch Williams) sei "je nach Strecke der eine oder der andere vorne", analysiert Sainz und seufzt: "In Australien waren wir im Quali noch P5 und P7. Jetzt kommen wir kaum noch in Q3. Force India und McLaren haben große Schritte gemacht."

Immerhin stimme ihn für Hockenheim optimistisch, dass der STR11 vor der Sommerpause sein letztes großes Facelifting erfährt: "Das ist unser erstes Upgrade des Jahres, und ich hoffe, dass es uns vor der großen Regeländerung noch einmal einen großen Schub gibt", sagt Sainz. "Es sollte schon was bringen, aber leider wird es uns nicht an die Spitze des Mittelfeldes hieven, fürchte ich."

Mit wenig Flügel fehlende PS kompensieren

Hockenheim sei "nicht die beste, aber auch nicht die schlechteste" Strecke für Toro Rosso. Das größte Handicap werde die fehlende PS-Leistung sein: "Ich weiß nicht, wie viel Flügel wir runternehmen müssen, um auf den Geraden überholen zu können. Du musst gut durch den Verkehr kommen, weil es im Rennen mehrere Stopps geben wird. Mal sehen, ob wir trotzdem im letzten Sektor einigermaßen schnell sein können."

Teamkollege Daniil Kwjat kämpft indes mit ganz anderen Problemen, gewinnt seit dem Umstieg von Red Bull zu Toro Rosso kein Vertrauen ins Auto. Gegen Sainz macht er keinen Stich: 2:26 Punkte, 2:5 gewonnene Qualifyings. Aber noch sieht der Russe kein Licht am Ende des Tunnels: "Da kannst du nichts tun. Das Vertrauen hast du oder eben nicht."

"Es hilft nichts, aber was soll ich machen? Was wir brauchen, ist erst malein berechenbares Handling für das Rennen. Wir müssen einmal den optimalen Punkt treffen, von Anfang an an einem Wochenende. Das ist uns bisher noch nicht gelungen", sagt er.

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