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  • 08.08.2016 · 19:21

  • von Ian Parkes (Haymarket)

Toro-Rosso-Teamchef will Daniil Kwjat für 2017 behalten

Teamchef Franz Tost glaubt weiterhin an die Fähigkeiten von Daniil Kwjat und wünscht ihm ein gutes Ergebnis: 2017 würde er den Russen gerne weiter haben

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hofft, dass Daniil Kwjat seine psychologischen Probleme, die derzeit seine Form in der Formel 1 beeinflussen, hinter sich lassen kann und auch 2017 Teil des Teams ist. Kwjat hat starke Probleme, seit er vor dem Großen Preis von Spanien zu Toro Rosso zurückgekehrt war, während Max Verstappen seinen Platz bei Red Bull übernahm. Nachdem er in Deutschland bereits in Q1 scheiterte, gab ein frustrierter Kwjat an, dass er mehr als die Sommerpause der Formel 1 brauchen würde, um die Probleme zu überstehen, und dass seine Zukunft in den Sternen stehe.

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Obwohl laut Tost für 2017 noch nichts entschieden sei und Red Bull bei der Karriereplanung seiner Junioren am Ruder sitzt, hofft er, dass er Kwjat behalten kann: "Ich hoffe persönlich, dass er bei uns fahren wird, weil ich davon überzeugt bin, dass er früher oder später seine wahre Performance zeigen und zurück zu seinem Speed finden wird", sagt der Österreicher. Für ihn sei es keine Überraschung, dass die Degradierung von Red Bull zu einem Verlust des Selbstvertrauens geführt hat.

Allerdings soll der 22-Jährige erleichtert sein, dass das Unternehmen genug Vertrauen hat, ihn in der Formel 1 zu halten, meint Tost. "Ich kann es verstehen (dass er weniger Selbstvertrauen hat; Anm. d. Red.), weil es eine große Veränderung ist, von Red Bull zurück zu Toro Rosso zu kommen. Auf der anderen Seite hat ihm Red Bull - die als einziges Unternehmen der Welt zwei Formel-1-Teams besitzen - die Möglichkeit gegeben, in der Formel 1 zu bleiben und weiter Rennen zu fahren. Er sollte das von der positiven Seite sehen."


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Nach einem ermutigenden Rennen in Hockenheim hatte Kwjat verlauten lassen, dass es geholfen habe, sich wieder mehr auf seine Instinkte zu verlassen. Auf die Frage, womit man Kwjat helfen könnte, antwortet Tost: "Er braucht ein gutes Ergebnis, um sein Selbstvertrauen zurückzubekommen. Ich muss sagen, dass er ein sehr gutes Rennen gefahren ist. Im Qualifying hatte er in der ersten Kurve ein wenig Pech, weil er ein bisschen zu viel riskiert hat und drei Zehntel verloren hat. Darum hatte er es nicht in Q2 geschafft. Aber seine Zeiten im zweiten und dritten Sektor waren sehr konkurrenzfähig."

"Ich hoffe einfach, dass er in den nächsten Rennen alles zusammenbekommt und wir ihn mit einem konkurrenzfähigen, schnellen Auto ausstatten können. Wenn er erst einmal ein gutes Resultat in der Tasche hat, dann wird sein Selbstvertrauen zurückkommen. Wir wissen alle, dass Daniil einen sehr guten Job machen kann: Er hat die GP3-Meisterschaft gewonnen, er hat viele Rennen dort gewonnen und war in China auf dem Podium. Er kann nicht innerhalb von ein paar Monaten alle Fahrfähigkeiten verloren haben."

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