powered by Motorsport.com

Todt will nicht mehr für Imola kämpfen

Der Grand Prix in Imola könnte heute vom Kalender gestrichen werden, Ferrari würde dies jedoch kampflos hinnehmen

(Motorsport-Total.com) - In der leidigen Saga um das Rennen in Silverstone ist völlig untergegangen, dass bei der heutigen Sitzung des World Councils der FIA zwei weitere Grands Prix zur Debatte stehen, jene in Imola und Magny-Cours. Doch obwohl Ferrari mit Imola ein Heimspiel verlieren würde, haben die Italiener angekündigt, dass sie jede Entscheidung akzeptieren werden.

Jean Todt

Würde eine Streichung von Imola kampflos hinnehmen: Jean Todt

Laut 'Reuters' hat Teamchef Jean Todt zwar im vergangenen Winter versucht, Bernie Ecclestone einen Verbleib in Imola schmackhaft zu machen, doch der blockte ab. Wahrscheinlich ist daher, dass das Rennen vorerst nur provisorisch in den Kalender aufgenommen wird. Sollten die Teams den geplanten 19 Terminen für 2005 zustimmen - sie sind eigentlich nur zu 17 Rennwochenenden verpflichtet -, wäre dann auch Imola gesetzt.#w1#

"Imola gehört uns nicht", erklärte Todt, anspielend auf die Tatsache, dass der traditionsreiche Kurs nach den Ferrari-Ikonen Enzo und Dino benannt ist. "Der Formel-1-Kalender gehört uns nicht. Natürlich gibt es einige Grands Prix, die wir bevorzugen, aber es ist schließlich eine globale Meisterschaft. Wenn man davon spricht, auch neue Märkte abzudecken, muss man Rennen wie China, Bahrain oder die Türkei akzeptieren. Wir können keine unlimitierte Anzahl an Grands Prix haben. Wir müssen einige Termine in Europa streichen."

Speziell jene Länder, die pro Saison gleich zwei Formel-1-Rennen austragen, müssen künftig um zumindest eine der Veranstaltungen fürchten - etwa Italien mit Monza und Imola oder Deutschland mit Hockenheim und dem Nürburgring. Speziell der Nürburgring könnte in den nächsten Jahren zur Debatte stehen, obwohl laut Verantwortlichen mit Bernie Ecclestone ein langfristiger Vertrag besteht.

Wenn heute die FIA offiziell den Kalender für kommende Saison präsentiert, wird die Türkei neu aufscheinen, während die Traditionsrennen in Silverstone, Imola und Magny-Cours vorerst wohl nur provisorischen Status erhalten dürften. Alles würde dann davon abhängen, ob sich die Teams - gegen finanzielle Kompensation - dazu bereit erklären, mit 19 Grands Prix die längste Weltmeisterschaft aller Zeiten zu bestreiten.