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Rennen in Silverstone um jeden Preis?

Auch wenn der Großbritannien-Grand-Prix 2005 im WM-Kalender fehlen wird, könnte ein Formel-1-Rennen in Silverstone stattfinden

(Motorsport-Total.com) - Am (morgigen) Mittwoch wird der Weltrat der FIA den Kalender der Saison 2005 endgültig beschließen. Noch ist der Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone nicht dabei. Dabei gibt es drei Gruppen, die als Promoter auftreten würden. Doch derzeit lässt sich nicht einmal abschätzen, welcher dieser Vorschläge eine Akzeptanz finden wird - wenn dies überhaupt noch möglich ist.

Silverstone © xpb.cc
Silverstone 2005: Kampf um Sieg und Positionen, aber keine WM-Punkte?

Der 'British Racing Drivers' Club' ('BRDC') wollte das Rennen in Eigenregie übernehmen, konnte aber die geforderten Zahlungen von Bernie Ecclestone nicht aufbringen. Dann sprang 'Brand Synergy Ltd.' in die Bresche. Das Konsortium, dem auch Ex-Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell angehört, sprach bereits von einer Einigung, doch davon ist man offenbar noch weit entfernt.#w1#

Schließlich machte Ecclestone einen eigenen Vorschlag. Er würde das Rennen nun doch selbst veranstalten, unter der Vorraussetzung, dass er den Silverstone-Kurs mietfrei vom 'BRDC' bekommt. Dem wird der 'BRDC' wohl kaum zustimmen, denn die Haupteinnahmequelle wäre damit weg, man müsste aber noch immer die Hauptkosten der Entwicklung und des Ausbaus der Strecke bezahlen.

Am Rande des Japan-Grand-Prix' in Suzuka kam nun eine neue Idee auf: Das Rennen in Silverstone wird stattfinden. Sollte es nicht im Kalender für 2005 auftauchen, wird man es eben als freies Rennen durchführen, welches keinen WM-Status besitzt. Die Teams würden dabei bei der Ausrichtung des Events helfen. Dazu zählen auch Verträge mit den TV-Anstalten.

Damit würde die Formel 1 einen großen Schritt machen, vom Konsens des Concorde-Agreements würde man sich entfernen. Dieser Vertrag entstand auch als Folge des Kampfes zwischen der FISA und der FOCA zu Beginn der 80er Jahre. Auch damals veranstalteten die Teams einige Rennen. Eine solche Situation ist für Ecclestone alles andere als wünschenswert. Es könnte, kurz vor Ablauf der Frist, ein letztes Druckmittel sein.