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Texas zahlt nicht: US-Grand-Prix vor dem Aus?

Der Bundesstaat Texas zeigt sich von Bernie Ecclestones Ultimatum bis Dezember unbeeindruckt und zahlt die vereinbarte Grand-Prix-Gebühr nicht wie vereinbart

(Motorsport-Total.com) - Morgen in genau einem Jahr hätte in Austin, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Texas, das erste Freie Training zum Grand Prix der USA auf dem Circuit of the Americas stattfinden sollen. Die jüngsten Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass der Grand Prix abgesagt werden muss. Dabei geht es wieder einmal um's liebe Geld.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone wartet schon seit Ende Juli auf 25 Millionen US-Dollar

Der Deal für das Rennen in Austin sieht vor, dass nicht Veranstalter Full Throttle Productions und auch nicht der Circuit of the Americas die jährliche Grand-Prix-Gebühr von 25 Millionen US-Dollar (umgerechnet 18,2 Millionen Euro) an Bernie Ecclestone überweisen müssen, sondern der sogenannte Major-Events-Trust-Fund, ein aus öffentlicher Hand finanzierter Pott des Bundesstaats Texas, der dazu dient, Großereignisse von öffentlichem Interesse zu subventionieren.

Ultimatum bis Dezember

Susan Combs, die Rechnungsprüferin des Bundesstaats Texas, hat Ecclestone bereits am 31. Mai schriftlich versprochen, dass die komplette Gebühr für 2012 "spätestens am 31. Juli 2011" überwiesen wird. Dem Formel-1-Geschäftsführer scheint nun langsam die Geduld auszugehen, weshalb er erst gestern damit gedroht hat, Austin 2012 bereits im Dezember endgültig abzusagen, wenn diverse Probleme nicht in den nächsten Wochen gelöst werden können.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall, denn Combs stellt nun plötzlich entgegen der ursprünglichen Vereinbarung klar, dass es gar nicht in Frage kommt, die 25 Millionen Dollar schon jetzt zu überweisen. Anscheinend bekommt der Bundesstaat Texas nun kalte Füße, sodass man zuerst die tatsächlich durch die Formel 1 generierten Steuereinnahmen 2012 abwarten möchte, bevor man der Formel 1 Steuergelder in den Rachen wirft.

¿pbvin|512|3996|red bull|0|1pb¿"Ich möchte klarstellen: Wir haben noch kein Geld für den Formel-1-Event bezahlt", äußert sich die Rechnungsprüferin mittels offizieller Stellungnahme zu den jüngsten Medienberichten. "Die einzigen Dollars, die für den US-Grand-Prix ausgegeben werden können, sind Steuereinnahmen, die man der erfolgreichen Austragung des Rennens anrechnen kann. Der Bundesstaat Texas wird vor dem Event keinerlei Mittel auszahlen."

Kein "Zocken" mit Steuergeldern

Hintergrund ist, dass es in Texas kritische Stimmen gibt, die die Meinung vertreten, dass keine Steuergelder für ein Millionenbusiness wie die Formel 1 aufgewendet werden sollten. Combs unterstreicht: "Letztendlich bin ich vor allem dafür verantwortlich, die Interessen der texanischen Steuerzahler zu schützen. Ich werde nicht zulassen, dass Steuerdollars aufs Spiel gesetzt werden. Diesbezüglich hat sich meine Position nicht geändert."

¿pbvin|512|4249||0|1pb¿Der Vertrag mit New Jersey, räumt Combs ein, sei "eine Sorge, weil zusätzliche Rennen die Anzahl der Zuschauer, die nach Texas kommen, möglicherweise reduzieren könnten - und damit auch die wirtschaftlichen Auswirkungen." Zudem beobachte sie die langsamen Baufortschritte sowie die Meinungsverschiedenheiten zwischen Ecclestone und den Streckenbetreibern und betont: "Das sind Sorgen, die wir im Auge behalten werden."

Sollte sie bei ihrem Standpunkt bleiben, bedeutet das wahrscheinlich jetzt schon das Aus für das Grand-Prix-Projekt in Texas. Denn Ecclestone ist zur Erschließung des US-amerikanischen Marktes nicht mehr nur auf Austin angewiesen, seit er für 2013 einen Vertrag für einen Grand Prix in New Jersey, vor der Skyline von Manhattan, abgeschlossen hat. Und wer ihn kennt, der weiß: Nicht bezahlt zu werden schmeckt ihm ganz und gar nicht...

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