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Vergne: "Die Leute erwarten von mir die Bestzeit"

Jean-Eric Vergne erklärt, warum er nach seiner Bestzeit nicht in Euphorie ausbricht und wieso der RB7 keinen großen Vorteil gegenüber dem STR6 von Toro Rosso hat

(Motorsport-Total.com) - Es ist bereits eine Art Tradition, dass ein Red-Bull-Junior den Young-Driver-Tests seinen Stempel aufdrückt. In den vergangenen Jahren war es Daniel Ricciardo, der mit tollen Zeiten für Aufsehen sorgte. Dieses Jahr ist es am ersten von drei Testtagen Jean-Eric Vergne, der mit 1:40,011 Minuten die Bestzeit markierte.

Jean-Eric Vergne

Jean-Eric Vergne glänzte am ersten Testtag mit der Bestzeit

Der Franzose wurde dieses Jahr in der Renault-World-Series Zweiter, wird von Juniorteam-Chef Helmut Marko ob seiner Qualitäten im Zweikampf stets über den grünen Klee gelobt und darf sich durchaus Chancen auf ein Toro-Rosso-Cockpit in der kommenden Saison ausrechnen. Mit dem Vorsprung von fast einer Sekunde auf den Zweitplatzierten, Ferrari-Junior Jules Bianchi, hat Vergne jedenfalls schon am ersten Tag auf dem Yas Marina Circuit seine Visitenkarte abgegeben.

Doch der 21-Jährige stapelt tief. Natürlich würde es ihm Auftrieb geben, dass er am ersten Tag Schnellster war, meint er gegenüber 'Autosport': "Aber ich schätze, dass ich im schnellsten Auto sowieso Erster sein muss. Das erwarten die Leute von mir." Mit seiner Leistung ist er aber dennoch zufrieden: "Ich bin mit dem Programm, das wir heute durchgeführt haben, wirklich zufrieden. Ich war ziemlich konstant und habe keine Fehler gemacht."

Die Zeit Vergnes war um rund eineinhalb Sekunden langsamer als die Pole-Zeit von Vettel am Samstag. Die Strecke dürfte aber heute aufgrund der hohen Temperaturen auch etwas langsamer gewesen sein. "Wenn es um die pure Performance geht, dann ist es ziemlich schwierig, es mit dem Grand-Prix-Wochenende zu vergleichen, aber wenn man es versucht, dann sieht es nicht schlecht aus", meint er. "Ich bin aber sicher, dass es morgen noch besser laufen wird."

Obwohl Vergnes RB7 nie leer gepumpt wurde, damit er auf eine Qualifying-Runde gehen kann, genoss er das Tagesprogramm: "Es macht Spaß, das Auto zu fahren, selbst mit 120 Kilogramm Sprit. Man genießt die Zeit, weil sich dieses tolle Auto so gut fahren lässt."

"Am Freitag musste er im ersten Training noch mit dem STR6 von Toro Rosso Vorlieb nehmen. Doch auch das Auto des B-Teams hat es ihm angetan: "Es gibt keinen großen Unterschied." Der RB7 habe in keinem Bereich einen großen Vorteil, sei aber "überall ein bisschen besser. Und wenn du in jeder Kurve ein Zehntel schneller bist, dann sind das hier insgesamt zwei Sekunden."

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