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Taifun Phanfone für Pirelli kein logistisches Problem

Die Auswirkungen von Taifun Phanfone könnten bei Pirelli höchsten das Personal betreffen, denn Reifen und Ausrüstung sind schon in Sotschi

(Motorsport-Total.com) - Taifun Phanfone hält die Formel 1 in Atem. Der tropische Sturm, der derzeit in Richtung Japan zieht, könnte nicht nur das Rennen beim Großen Preis von Japan in Suzuka durch Regen beeinträchtigen, sondern den Teams auch bei der Weiterreise nach Sotschi zu schaffen machen, wo schon am nächsten Wochenende der nächste Lauf der Formel-1-Weltmeisterschaft 2014 stattfindet.

Pirelli

Die Pirelli-Reifen für den Russland-Grand-Prix sind bereits in Sotschi Zoom

Aufgrund der kurzen Zeit zwischen den Rennen und der langen Reise von Japan nach Russland müssen die Teams unmittelbar nach dem Rennen ihre Ausrüstung zusammenpacken und auf den Weg zu nach Sotschi bringen. Doch dies könnte bei Starkregen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h schwierig bis unmöglich werden.

"Wahrscheinlich zieht Phanfone mit seinem Zentrum knapp südöstlich vorbei", sagt Chefmeteorologe Steffen Dietz vom Wetterdienst UbiMet. "Es gibt aber auch Modelllösungen, die das Auge direkt über Suzuka ziehen lassen. In beiden Fällen ist mit teils massiven Beeinträchtigungen am Montag zu rechnen, in zweitem sogar mit verbreiteten Schäden."

Bei Reifenlieferant Pirelli blickt man aber einigermaßen entspannt auf die drohende Naturgewalt, denn Material oder Reifen müssen die Italiener nicht von Suzuka nach Sotschi transportieren. "Die (Reifen; Anm. d. Red.) sind schon da, und auch die Hälfte unseres Teams kommt schon heute dort an. Wir haben keine Fracht, die dorthin muss", erklärt Motorsportchef Paul Hembery.


Fotos: Großer Preis von Japan, Freitag


Hier zahlt sich aus, dass Pirelli die Ausrüstung für die Überseerennen nicht per Flugzeug, sondern frühzeitig per Schiff anliefern lässt. "Wir haben fünf Ausrüstungssätze für die Überseerennen, die parallel verschickt werden. So müssen wir die Ausrüstung nicht von Rennen zu Rennen mitnehmen", so Hembery. "Das ist außerdem billiger als per Luftfracht."

Auswirken könnte sich Taifun Phanfone allenfalls auf die Weiterreise der Pirelli-Mitarbeiter. "Unser Problem könnte höchstens sein, die Leute dorthin zu bekommen. Es könnte ein Problem sein, von hier wegzukommen", so Hembery. Bei den vorhergesagten Windgeschwindigkeiten drohen Flugausfälle und -verspätungen, sodass sich der Japan-Aufenthalt für einige Formel-1-Protagonisten unfreiwillig verlängern könnte.