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Symonds: Valtteri Bottas war wegen Ferrari nicht in Topform

Warum Williams-Technikchef Pat Symonds glaubt, dass die Ferrari-Gerüchte Valtteri Bottas abgelenkt haben, während das 1995 bei Michael Schumacher nicht der Fall war

(Motorsport-Total.com) - Wochenlang wurde Williams-Talent Valtteri Bottas bei Ferrari als heißeste Aktie gehandelt, ehe man doch Kimi Räikkönens Vertrag um ein weiteres Jahr verlängerte. Bottas bleibt also bei seinem bisherigen Team, das eine Option auf den Finnen wahrnahm. Für die Piloten ist es auch eine Würdigung, wenn sie bei der Scuderia hoch gehandelt werden, doch Williams-Technikchef Pat Symonds sieht dies alles andere als positiv.

Valtteri Bottas, Kimi Räikkönen

Laut Pat Symonds war Valtteri Bottas von den Ferrari-Gerüchten abgelenkt Zoom

"Wenn ein Fahrer darüber nachdenkt, ob er für Ferrari fahren wird oder nicht, oder ob ihn Williams noch will, dann kann er definitiv nicht seine besten Leistungen abrufen", sagt der Brite gegenüber 'Formula1.com'. Seiner Meinung nach haben die Gerüchte Bottas, der diese Saison mehr mit Teamkollegen Felipe Massa zu kämpfen hat, abgelenkt: "Um hier erfolgreich zu sein, muss man den Details so viel Aufmerksamkeit schenken und muss unglaublich fokussiert sein", untermauert Symonds seine These.

Und ist überzeugt: "In dieser Zeit war Valtteri wahrscheinlich nicht so gut wie zu anderen Zeiten in diesem Jahr. Obwohl ich sicher bin, dass Valtteri mir nicht zustimmen würde." Symonds kennt das Geschäft: Der ehemalige Benetton- und Renault-Ingenieur war dabei, als Michael Schumacher 1995 bei Ferrari und Fernando Alonso 2006 bei McLaren unterschrieben haben.

"In dieser Zeit war Valtteri wahrscheinlich nicht so gut wie zu anderen Zeiten in diesem Jahr." Pat Symonds

War Schumacher damals auch abgelenkt? "Mit Michael war es anders", erklärt Symonds, "denn wir alle wussten, dass er eine Veränderung will. Und alles ging sehr schnell, da wurde nicht alles wieder und wieder durchgekaut. Er sagte: Ich gehe zu Ferrari. Und wir sagten: Okay, wie schade... Und dachten uns: Lasst uns noch eine Weltmeisterschaft gewinnen, bevor er geht. Und so kam es dann auch."

Bottas selbst ist übrigens froh, dass die Spekulationen ein Ende haben. "Zumindest kann ich mich jetzt auf meine Arbeit konzentrieren", schreibt er in seinem Blog auf der Williams-Webseite. "Unsere Beziehung wurde überhaupt nicht beschädigt, was aber passieren kann, wenn die Leute denken, dass du das Team verlässt."

Gerade Bottas, der über die Jahre von Williams vom Testfahrer zum Podestkandidaten aufgebaut wurde, hat aber eine feste Bindung zu seinem neuen alten Team: "Ich komme mich jedem einzelnen gut aus, und wir haben über die Jahre eine sehr gute Arbeitsbeziehung aufgebaut. Ich denke, dass das für mich der beste Ort ist und die Kontinuität für uns gut ist."

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