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Stoffel Vandoorne: Auf dem Sprung in die Formel 1?

Der McLaren-Nachwuchspilot Stoffel Vandoorne ist auf dem besten Weg zum GP2-Titel und damit Anwärter auf eine Zukunft in der Königsklasse

(Motorsport-Total.com) - McLaren mag mit dem Comeback von Honda derzeit einen schweren Stand in der Formel 1 haben. Dafür hat das Team aus Woking aber ein heißes Eisen im Nachwuchs-Feuer. Stoffel Vandoorne begeistert derzeit in der GP2 und drängt sich förmlich für die Königsklasse auf, sodass McLaren, die den jungen Belgier schon einmal übergangen haben, aufpassen muss, die Option für das Talent nicht zu spät zu ziehen.

Stoffel Vandoorne

Schafft McLaren-Junior Stoffel Vandoorne den Sprung in die Formel 1? Zoom

Mit seinen Siegen in Bahrain und Barcelona hat der GP2-Vizemeister des vergangenen Jahres seinen Anspruch auf den diesjährigen Titel in der anspruchsvollen Nachwuchsserie bereits früh verdeutlicht. Und für aufmerksame Talentbeobachter ist Vandoorne längst kein Geheimtipp mehr.

McLaren hatte sein Formel-1-Cockpit im vergangenen Jahr aber Junior-Konkurrent Kevin Magnussen anvertraut und ist in die neue Honda-Ära lieber mit der geballten Erfahrung von Jenson Button und Fernando Alonso gestartet.

Kein klares Zeichen von Mclaren

Dabei kann auch Vandoorne eine ambitionierte Nachwuchsserien-Karriere vorweisen. Nach Erfolgen und Titeln im belgischen und internationalen Kartsport stieg der heute 23-Jährige 2011 in die Formel-Renault 2.0 ein, wo er ein Jahr später Meister wurde. In der Formel-Renault 3.5 holte er sich 2013 den zweiten Platz hinter Magnussen, der daraufhin den Stammplatz bei McLaren bekam.

Vandoorne wechselte derweil in die GP2, wo er sich im vergangenen Jahr nur Jolyon Palmer geschlagen geben musste. Der Belgier hatte dabei genauso viele Siege wie sein britischer Rivale, der mittlerweile Testpilot bei Lotus ist, geholt und hatte am Ende einen Rückstand 47 Punkten. Momentan führt er die GP2 nach zwei Rennwochenenden mit einem Vorsprung von 37 Zählern an.

Ob ihn das schon für die Zukunftsplanung von McLaren qualifiziert, lässt Teamchef Eric Boullier offen. "Ich kann seine Leistung nur als exzellent bezeichnen", sagt er über Vandoorne, der seit 2013 die Junior-Förderung des Teams genießt. "Ich hoffe, dass er auch das nächste Rennen gewinnen kann."

Wie lang ist die Warteschlange?

McLaren-Rückkehrer Alonso hat in Woking einen Dreijahres-Vertrag erhalten. Button, der in Vandoornes Management involviert ist, besitzt zwar nur eine Option für eine weitere Saison, als dritter Fahrer steht aber noch immer Magnussen in der Warteschlange, der immerhin schon ein Jahr Königsklassenerfahrung hat. Bei den Testfahrten in der vergangenen Woche durfte der 28-Jährige Oliver Turvey ans Steuer des MP4-30.

Vandoorne fuhr zuletzt den MP4-29 bei den Tests im November in Abu Dhabi. "Es ist noch zu früh, um über den Rest der Saison zu sprechen", bremst er selbst die Euphorie um Formel-1-Anwärterschaft. Und auch ein GP2-Titel ist ja noch keine Garantie für eine Zukunft bei "den Großen", wie Fabio Leimer (GP2-Meister 2013) oder Davide Valsecchi zu berichten wissen.

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