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Spa: Force-India-Krieg geht auf Social Media weiter

Esteban Ocon auf Twitter, Sergio Perez auf Facebook: Spa hat ein Nachspiel im Internet - Perez nach Kollision vor Abschied zum Williams-Team?

(Motorsport-Total.com) - Esteban Ocon und Sergio Perez werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Nach ihrer zweimaligen Auseinandersetzung auf der Strecke beim Grand Prix von Belgien setzt sich der teaminterne Krieg bei Force India nun auch auf Social Media fort.

Sergio Perez, Esteban Ocon

Sergio Perez und Esteban Ocon liefern sich im Internet einen Krieg der Worte Zoom

Ocon setzte noch am Sonntagabend einen Tweet ab, indem er seine Vorwürfe an Perez nachschärfte: "Wir hatten ein gutes Rennen, bis Perez zweimal versucht hat, mich umzubringen! Es ist ihm aber nicht gelungen, also wurde ich Neunter." Dazu postete der 20-Jährige ein Video vom zweiten Zwischenfall bei der Anfahrt zu Eau Rouge - mit seinem Funkspruch: "Jungs, was zur Hölle ist da los? Ehrlich jetzt! Was zur Hölle treibt der da?"

Die ersten Drohungen mexikanischer Perez-Fans auf Ocons Tweet ließen nicht lange auf sich warten, und auch Perez scheint von der Sache Wind bekommen zu haben. Denn ein paar Stunden später postete er ein Video auf Facebook, in dem er sich zwar äußerlich diplomatisch und gefasst zeigte, aber doch bestimmt seinen Standpunkt erläuterte. Das Video erreichte auf Social Media gleich in den ersten Stunden eine enorme Reichweite.

Perez' Absicht sei, "meine Version davon zu erklären, was passiert ist". Dabei wiederholt er das, was er ohnehin schon nach dem Rennen gesagt hat: Er habe am Start irrtümlich den falschen Motorenmodus erwischt, daher habe ihm bei der Anfahrt zu La Source Leistung gefehlt. "Das kann ich beweisen, weil die rote Heckleuchte blinkte", sagt er.

Und weil er plötzlich viel langsamer unterwegs war als die Autos rundherum, verlor der 27-Jährige die Übersicht: "Auf einmal ist Hülkenberg wieder da", den er schon abgeschüttelt glaubte, "und ich bin überrascht, und im nächsten Moment ist er neben mir. Da war ich so auf ihn fokussiert, dass ich rechts nicht mit Esteban gerechnet hätte. Als ich nach rechts zog, berührte ich ihn. Komplett mein Fehler, und das tut mir leid."

Anders sieht Perez unverändert den zweiten Zwischenfall später im Rennen: "Ich blieb nur auf meiner Linie. Dort war kein Platz für zwei Autos." Ocon macht er den Vorwurf, dass der Franzose "bis nach Eau Rouge" warten hätte sollen. Das wäre weniger gefährlich gewesen und hätte mit Windschatten und DRS locker genauso gereicht.

Das teaminterne Verhältnis, das spätestens seit der Kollision in Baku vorbelastet war, scheint jetzt endgültig zerbrochen zu sein: "Ich bin sehr enttäuscht über seine Aussage, dass ich ihn umbringen wollte. So einer bin ich nicht. Ich lasse keine dummen Kommentare los", stellt Perez klar und fordert: "Schauen wir jetzt nach vorne. Wir sind Profis. Ich hätte in der Vergangenheit auch schon oft was sagen können, aber so einer bin ich nicht."

Für seine Karriereplanung hat er sich mit der scharf kritisierten Aktion in Spa wohl keinen Gefallen getan. Force India möchte unbedingt an Ocon festhalten und hat dies gegenüber Mercedes bereits signalisiert. Bisher galt auch Perez als Wunschkandidat, aber das Teammanagement scheint den Glauben daran zu verlieren, dass die beiden konstruktiv zusammenarbeiten können. Baku und Spa haben wertvolle WM-Punkte gekostet. Und im Zweifel hängt Force India weniger am teuren Perez als am billigen Ocon, dem die Zukunft gehört und der Mercedes-Support mitbringt.

Perez scheint zu dämmern, dass ein Abschied nicht mehr ausgeschlossen ist: "In den nächsten acht Rennen werde ich das Allerbeste für mein Team geben. Weil das Team das verdient. Und dann sehen wir weiter, was meine Karriere betrifft", meint er kryptisch am Ende seines Facebook-Videos.

Immerhin hat er schon einen Plan B: Williams würde ihn laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' mit Kusshand nehmen ...

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