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  • 07.07.2001 · 19:11

  • von Fabian Hust

Schumacher: "Ich dachte zuerst an meine Familie"

Michael Schumacher verrät, dass er bei seinem Unfall in Silverstone 1999 zuerst an seine Familie gedacht hat

(Motorsport-Total.com) - Viele, zum Teil schwere Unfälle, überstand Michael Schumacher bis zum 11. Juli 1999 ohne ernste Verletzungen. Eine wenige Millimeter große Belüftungsschraube der Bremse wurde dem Kerpener damals zum Verhängnis. Mit einem ausgefallenen Bremskreis tauchte Schumacher mit der Nase seines Ferraris in die nicht optimal präparierten Reifenstapel ein. Das Monocoque bohrte sich bis auf die Betonmauer vor - Schumacher erlitt einen doppelten Beinbruch, musste insgesamt sechs Rennen pausieren und hatte dadurch keine Chance mehr auf den WM-Titel.

Michael Schumacher

Der Unfall in Silverstone jährt sich in wenigen Tagen zum zweiten Mal

Als Michael Schumacher seinem F399 nicht entsteigen konnte, die Ärzte den Deutschen bargen mussten und mit einer Infusion versorgten war klar, dass sich der Ferrari-Pilot verletzt haben würde. Es begannen Momente des Bangens für Millionen von Fans an den Fernsehern aber insbesondere für die Familie des Formel-1-Piloten schien sich alles wie in Zeitlupe abzuspielen.

In einem Interview mit der 'Times' hat der zweifache Familienvater zugegeben, dass er bei seinem Unfall als erstes an seine Familie gedacht hatte: "Bei Momenten wie diesen denkst du als erstes an deine Familie. Ich war mir bewusst, welche Sorgen sich die Leute machen würden und was sie fühlen könnten. Mir war klar, dass die TV-Kamera mich im Bild hatte, als ich winkte, das tat ich hauptsächlich für meine Frau Corinna, um ihr zu signalisieren, dass es nicht so schlimm um mich bestellt ist, wie es aussah."

Schumachers Unfälle in der Formel 1

19. Oktober 1991:
Im Training zum Großen Preis von Japan in Suzuka verliert Schumacher bei Tempo 280 die Kontrolle über seinen Benetton und kracht nach zahlreichen Drehern in die seitliche Streckenbegrenzung. Der Kerpener kommt mit Prellungen davon, startet aber im Rennen. Erst Jahre später wird eine Fraktur eines Halswirbels festgestellt, die Schumacher bei diesem Crash erlitten hat.

13. November 1994:
Schumacher kollidiert beim Saisonfinale in Adelaide mit seinem WM-Rivalen Damon Hill. Der Benetton steigt in die Luft auf, kommt aber ohne Überschlag wieder auf den Rädern zum Stehen. Schumacher scheidet aus, kurz darauf auch Hill. Damit ist Schumacher erster deutscher Formel-1-Weltmeister.

24. März 1995:
An Schumachers Benetton bricht im Training zum Großen Preis von Brasilien die Lenkung. Der Deutsche schleudert mit 160 km/h von der Strecke und prallt mit dem Heck seines Autos in einen Reifenstapel. Schumacher übersteht den Aufprall unverletzt.

30. April 1995:
Unmittelbar nach dem ersten Boxenstopp kommt Schumacher beim Großen Preis von San Marino in Imola mit Tempo 220 von der Strecke ab und rast mit dem Benetton in einen Reifenstapel. Das Auto wird schwer beschädigt, Schumacher bleibt unverletzt.

23. August 1996:
Schumacher prallt bei einem Unfall im Training zum Großen Preis von Belgien in Spa in einen Reifenstapel. Bis auf eine Knieverletzung kommt der Ferrari-Pilot mit dem Schrecken davon und gewinnt einen Tag später sogar das Rennen.

30. August 1998:
Im Regen von Spa prallt der deutlich in Führung liegende Schumacher auf den McLaren-Mercedes des zu überrundenden Schotten David Coulthard. Der Deutsche fährt seinen Ferrari als "Dreirad" in die Box zurück und will Coulthard vor laufenden TV-Kameras an den Kragen.

13. Juni 1999:
Nach einem Fahrfehler kracht Schumacher beim Großen Preis von Kanada in Montreal in Führung liegend in eine Betonmauer. Der Ferrari wird dabei schwer beschädigt, der Fahrer übersteht den Aufprall unverletzt.

11. Juli 1999:
Schumacher kommt beim Großen Preis von England in der ersten Runde von der Strecke ab, rast durch ein Kiesbett und kracht mit 107 km/h in einen Reifenstapel. Der Ferrari-Pilot wird mit einem doppelten Beinbruch aus dem zerstörten Fahrzeug geborgen. Nach sechs Rennen Pause kehrt Schumacher erst in Malaysia wieder auf die Rennstrecke zurück.

10. März 2000:
Schumacher übersteht im freien Training zum Großen Preis von Australien in Melbourne einen schweren Unfall unverletzt, der fatal an den Crash von Silverstone erinnert. Bei einer Geschwindigkeit von 180 km/h kommt der Ferrari-Pilot von der Piste ab und prallt mit 80 km/h in die Streckenbegrenzung.

02. März 2001:
Schumacher verliert bei Tempo 175 die Kontrolle über den Ferrari, rast in ein Kiesbett und überschlägt sich zweimal. Der Kerpener, der nach dem ersten Überschlag seiner Karriere später scherzhaft von einer völlig neuen Erfahrung spricht, kommt mit dem Schrecken davon.

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