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Saubers Kampf um Punkte schwierig: "McLaren zu weit weg"

Sauber kämpft derzeit um seine ersten Punkte in der Formel-1-Saison, doch neben starken Rivalen und fehlenden Mitteln scheint auch ein Auto Probleme zu machen

(Motorsport-Total.com) - Sauber hat es in diesen Tagen nicht leicht. Sportlich konnte man in der Formel-1-Saison 2016 noch keine Schlagzeilen schreiben und sitzt nach zwei Rennen noch ohne Zähler da. Vor dem dritten Saisonlauf in Schanghai machten zudem Gerüchte die Runde, wonach der Schweizer Rennstall nur durch Gelder von Marcus Ericssons Sponsoren die Reise antreten konnte - was allerdings gestern von deren Seite dementiert wurde.

Marcus Ericsson, Felipe Nasr

Sauber muss aufpassen, dass Manor nicht bald vorbeizieht Zoom

Der Schwede selbst kümmert sich nur um die sportlichen Belange, und die sahen zuletzt in Bahrain einen zwölften Platz vor, der aber nicht für Zähler reichte. Stattdessen musste sich das Team selbst mit dem einstigen Hinterbänkler Manor herumärgern, der mit Pascal Wehrlein gerade einmal 2,5 Sekunden hinter Ericsson - aber vor Teamkollege Felipe Nasr - ins Ziel kam. Eigentlich wollten die Schweizer im Mittelfeld kämpfen, doch derzeit scheinen andere Teams die Rivalen zu sein.

"Wir sind in einer Gruppe mit Renault und Manor", erklärt Ericsson vor dem Wochenende in China, und auch Force India war zuletzt in Bahrain aufgrund diverser Zwischenfälle hinter Sauber gewesen. Dafür sieht der Schwede einen ehemaligen Konkurrenten aus dem Vorjahr nicht mehr in Reichweite: "McLaren hat ein paar gute Schritte gemacht. Sie sind im Moment ein wenig zu weit weg für uns", räumt er ein, nachdem man das Team 2015 noch bezwingen konnte.


Outtakes: Die Sauber-Piloten im Kreuzverhör

Wenn es bei Sauber mal nicht nach Plan läuft... Weitere Formel-1-Videos

Generell sei man bei Sauber aber trotz des punktelosen Auftakts zufrieden, betont Ericsson. "Natürlich wollen wir als Team weiter nach oben, doch wir hatten zu Beginn des Jahres ein paar Probleme", sagt er und verweist damit auf die Testfahrten, die Sauber als einziges Team noch mit dem alten Auto beginnen musste, bevor man für die zweite Testwoche den neuen C35 fertig hatte. In China möchte man nun konkurrenzfähiger sein, wo man mit guten Erinnerungen anreist: 2015 fuhren beide Autos in Q3 und in die Punkte.

Chassis-Probleme bei Felipe Nasr?

Davon ist vor allem Felipe Nasr in diesem Jahr weit entfernt. Der Brasilianer war die Überraschung des Saisonstarts 2015, wo er bei seinem Debüt auf Platz fünf fahren konnte, doch 2016 gab es für ihn nur die enttäuschenden Ränge 15 und 14. Bei Sauber untersucht man die Hintergründe für die farblosen Auftritte Nasrs und hat angekündigt, ihm für den Event in Russland ein neues Chassis zu geben, sollten seine Probleme in China anhalten.

Felipe Nasr

Bei Felipe Nasr könnte es Probleme mit dem Chassis geben Zoom

Erklären kann sich Nasr die Situation nicht, denn das Auto sei beim Test problemlos gefahren, doch in Australien habe es sich plötzlich komplett anders angefühlt, vor allem beim Anbremsen von Kurven: "In Barcelona konnte man fühlen, dass das Heck beim Weg in die Kurve die ganze Zeit stabil war, doch seit Australien fehlt diese Stabilität enorm", sagt er. "Wenn man es mit dem anderen Auto vergleicht, dann sieht man es in allen Phasen der Kurve. Man kann also nicht einen bestimmten Punkt bestimmen, wo das Problem liegt."

In China wird Sauber daher beide Fahrzeuge mit dem gleichen Setup ausstatten, um einen guten Vergleich ziehen zu können. "Wir wollen einfach sehen, wohin das führt", erklärt Nasr. Sollte sich eine Unregelmäßigkeit zeigen, dann wird Nasr in Russland ein neues Chassis bekommen. Zu den Berichten um Finanzprobleme seines Teams will er sich hingegen nicht äußern: "Mein Job ist zu fahren, egal wie die Situation ist. Ich weiß, dass jeder hier sein Bestes gibt, und dass man manche Dinge nicht kontrollieren kann."

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