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  • 11.04.2016 · 09:04

  • von Roman Wittemeier

Erfolge 2014: Williams verzeichnet erheblichen Umsatzzuwachs

Williams legt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 vor: Formel-1-Business läuft bestens - Starke WM-Position lockt neue Sponsoren und Partner an

(Motorsport-Total.com) - Williams hat das Geschäftsjahr 2015 mit positiven Ergebnissen abgeschlossen. Die an der Frankfurter Börse notierte Aktie der Williams Grand Prix Holdings (WGPH) zeigte sich über das vergangene Jahr äußerst stabil. Die Unternehmenszahlen legen deutlich dar, dass es den Briten gelungen ist, das Business im Zuge umfangreicher Restrukturierungen auf gesunde Füße zu stellen. Dies zeigt sich unter anderem am Umsatz, der 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 111,6 Millionen Euro auf 155,4 Millionen Euro anstieg.

Williams Logo

Williams ist stark abhängig von der Performance auf den Formel-1-Strecken Zoom

Mit dem Formel-1-Team aus Grove erreichte Williams in der Saison 2014 den dritten Rang in der Konstrukteurs-Meisterschaft. Auf Grundlage dieser Position partizipierte das Unternehmen an der Ausschüttung der FOM-Einnahmen ("Bernie-Money"), die im Jahr 2015 erheblich höher ausfiel, weil man in der Formel-1-Saison 2013 nur auf Rang neun abgeschlossen hatte und somit eine deutliche Performance-Steigerung zeigte. Für die Saison 2015 (erneut Platz drei) bekommt Williams in diesem Jahr 87 Millionen US-Dollar aus dem Topf.

Rentabel war das Business Formel 1 im Geschäftsjahr 2015 allerdings immer noch nicht. Nach einem Verlust vor Steuern von umgerechnet 45,8 Millionen Euro im Jahr 2014 konnte man immerhin eine deutliche Reduzierung des negativen EBITDA realisieren. Die Williams-Verluste gingen auf rund 4,1 Millionen Euro zurück. Die ebenfalls zur Gruppe gehörige Williams Advanced Engineering legte beim Umsatz leicht zu und fuhr einen Gewinn vor Steuern von 2,6 Millionen Euro ein (2014: 1,9 Millionen Euro).

"Diese Finanzergebnisse spiegeln unsere deutlichen Fortschritte wider", erklärt Williams-Geschäftsführer Mike O'Driscoll. Der Brite betont neben den guten Entwicklungen beim Umsatz und beim EBITDA vor allem auch den erhöhten positiven Cashflow an. "Wir haben in den zurückliegenden zwei Jahren umfangreich umstrukturiert. Auf der Strecke wurden die Resultate besser, wodurch es uns gelingen konnte, Ausgaben und Einnahmen in Balance zu bringen - und das in einem harten Wettbewerbsumfeld."

Williams gehört in der Formel 1 zu jenen fünf Teams, die aus dem Vermarktungstopf von Bernie Ecclestone aufgrund des langjährigen Engagements in der Königsklasse sogenannte "Sonderzuwendungen" erhält. "Unser gesteigerte Performance hat zudem dazu geführt, dass wir auf dem Sponsorenmarkt erheblich stärker sind", berichtet O'Driscoll. Unilever, Avande, BT und Hackett dockten bei Williams an, außerdem weiteten einige Sponsoren ihr Engagement bei den Briten aus.

Wie stark Williams und die börsennotierte WGPH von den sportlichen Erfolgen auf den Formel-1-Strecken abhängen, wird beim Blick auf den Aktienkurs des Unternehmens sehr deutlich (hier zum Überblick!). Beim ersten Grand Prix dieses Jahres am 20. März in Australien erreichten die Williams-Piloten Felipe Massa und Valtteri Bottas die Ränge fünf und acht. Das Team stellte sich nicht als eindeutig schnellster Verfolger von Mercedes und Ferrari dar. Sofort fiel die Aktie von WHPG auf ein 52-Wochen-Tief, erholte sich seither allerdings wieder.

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