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Rosbergs Sieg: "Schwieriger Tag" für Schumacher

Nico Rosberg lobt Michael Schumacher als großen Teamplayer, obwohl der erste Mercedes-Sieg in Schanghai für den Rekord-Weltmeister sicher nicht einfach war

(Motorsport-Total.com) - Es wirkte - verständlicherweise - ein bisschen gequält, als Michael Schumacher unmittelbar nach Nico Rosbergs Zieldurchfahrt beim Grand Prix von China lächelnd seinen Daumen in die TV-Kameras streckte. Nur zu gerne hätte der ehrgeizige Rekord-Weltmeister Mercedes den ersten Sieg beschert - genau so, wie er Ferrari 2000 nach 21 Jahren Pause wieder einen WM-Titel bescherte.

Nico Rosberg, Michael Schumacher

Nico Rosberg und Michael Schumacher arbeiten professionell zusammen

Dass der eigene Teamkollege der wichtigste Gegner ist, gilt in der Formel 1 als ungeschriebenes Gesetz, über das man nicht offen spricht, und somit wäre es mehr als nachvollziehbar, falls sich Schumacher über Rosbergs Sternstunde in Schanghai innerlich geärgert haben sollte. Nach außen - und darauf kommt es letztendlich an - machte er aber gute Miene zum für ihn bösen Spiel und präsentierte sich als echter Teamplayer.

Selbst Rosberg beteuert gegenüber 'Auto Bild motorsport', dass ihm Schumacher "sehr, sehr herzlich" gratuliert habe: "Er hat sich, so fühlte es sich an, sehr für mich gefreut", erklärt der um 17 Jahre jüngere Deutsche. Gleichzeitig weiß Rosberg aber, dass sein Triumph für seinen Mercedes-Teamkollegen "natürlich ein schwieriger Tag" gewesen sein muss.

Laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug gibt es in der Beziehung zwischen Rosberg und Schumacher "nichts Negatives". Auch Gerüchte, wonach Schumacher für sich immer noch einen Nummer-1-Status beanspruche, seien aus der Luft gegriffen: "Das war und ist ein absoluter Blödsinn. Wissen Sie, was Nico zu mir gesagt hat, bevor Michael kam? Er meinte: 'Wenn ihr Michael wirklich bekommen könnt, dann versucht alles. Hoffentlich klappt das.'"

Auch zweieinhalb Jahre später hat Rosberg seine Meinung nicht geändert: "Es gab nie die Situation, dass Michael irgendetwas vor mir bekommen hat", sagt er - und vergisst dabei auf die Startnummer 3, die 2010 eigentlich für ihn reserviert war, ihm aber auf Schumachers Wunsch hin weggenommen wurde. Aber Rosberg misst dem keine Bedeutung bei, sondern: "Auch für Ross Brawn galt von Tag eins an absolute Chancengleichheit. Nur dass das mal klar formuliert ist."

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