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Ricciardo: "...wenigstens mehr Runden als gestern"

Für Daniel Ricciardo hatte der heutige Testtag auch positive Seiten, zumal er die ersten Runden nicht überbewerten will: "Wenn jemand das Blatt wendet, dann wir"

(Motorsport-Total.com) - Zehn magere Runden heißt die Bilanz der beiden Arbeitstage von Daniel Ricciardo. Nachdem er gestern nur drei Runden zum Fahren kam, waren es heute auch nur sieben Runden, bevor der Arbeitstag erneut frühzeitig vorbei war. "Ich habe immerhin mehr Runden zusammenbekommen als gestern", nimmt es der neue Teamkollege von Sebastian Vettel mit Humor.

Daniel Ricciardo

Belagerungszustand: Die Journalisten wollen natürlich alles von Ricciardo wissen Zoom

Doch natürlich ist derzeit bei Red Bull niemandem zum Lachen zumute. Die Zuverlässigkeitsprobleme während der Testwoche waren eklatant, sodass am Ende nur 21 Runden auf dem Konto der Bullen stehen. Auch heute sorgten die gleichen Probleme wie zuvor schon für das nächste Drama. Trotz provisorisch eingebauter Kühlung lief der RB10 auch am Freitag nicht rund. "Wir haben versucht, alles normal zu benutzen, aber alles muss gut zusammenarbeiten", weiß Ricciardo. "Es ist eine komplexe Maschine, und es braucht wie erwartet ein bisschen Zeit."

Zeit bekommt man jetzt vor dem nächsten Test in Bahrain (19.-22.02.), wo die Bullen wieder zu ihrer alten Form zurückfinden wollen. In der Fabrik läuft alles auf Hochtouren, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Ricciardo ist sich sicher, dass sein Team den Kopf nicht in den Sand stecken wird, sondern gestärkt aus der Misere herauskommt: "Wenn jemand das Blatt wenden kann, dann sind es diese Jungs", ist er überzeugt. "Ich bin sicher, dass sie es schnell in den Griff bekommen werden, denn sie sind die Besten auf der Welt."

Überhaupt macht sich der Toro-Rosso-Aufsteiger überhaupt nichts aus dem Debakel von Jerez. Seiner Meinung nach habe der Auftakt sowieso keine Aussagekraft: "Die Saison hat noch nicht begonnen und wir verlieren keine Punkte, nur weil wir jetzt nicht fahren. Wir haben noch viel Zeit, um zurückzukommen", winkt er ab. Auch dass die Konkurrenten von Ferrari und Mercedes scheinbar weiter sind und Runde um Runde abspulen, lässt ihn äußerlich kalt.


Fotos: Red Bull, Testfahrten in Jerez


"Sie können viele Runden fahren, aber sie können auch eine Sekunde hinter der Pace sein. Wer weiß", sieht Ricciardo den Druck dadurch nicht erhöht. "Wir werden nicht zu viel hineinlesen." Er selbst kann nach den zehn mageren Runden auch nicht viel hineininterpretieren - außer, dass sich der RB10 immer noch wie ein Rennwagen anfühlt. "Es gibt nichts, was jetzt außergewöhnlich wäre. Ich bin sicher, wenn wir wieder auf Geschwindigkeit sind, dann werde ich mich nicht fehl am Platz fühlen."

Abschließend gibt es aus seiner Sicht noch zu sagen, dass sich die Anreise dennoch gelohnt hat: Denn zumindest habe er seine Komfortprobleme lösen können. Allein das war die Reise wert. "Natürlich wären wir gerne mehr Runden gefahren, ich bin ja schließlich zum Fahren hergekommen", wird er wieder ernster. "Wir sind zum Fahren hierhergekommen, aber auch zum Verstehen - und ich denke, dass sie definitiv einige Dinge verstanden haben. Wir werden sehen, was in ein paar Wochen passiert."

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