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Renault: "Wir wissen, wo wir Fehler gemacht haben"

Eric Boullier spricht über die großen Baustellen seines Teams und erklärt, weshalb Renault nicht überall Top-10-fähig ist: "Interlagos wird besser"

(Motorsport-Total.com) - Hoch- und Tiefpunkte gaben sich bei Renault im bisherigen Saisonverlauf die Türklinke in die Hand, denn der französisch-britische Rennstall hatte 2011 keine konstante Form. Fuhr man zu Jahresbeginn noch zweimal auf das Treppchen, landete man zwischendurch im absoluten Nirgendwo. Selbst die Fahrer rätselten, weshalb sie auf einmal nicht mehr auf Tempo kamen. Eric Boullier hat die Antwort.

Eric Boullier

Eric Boullier erklärt die Schwankungen bei der Form seines Renault-Rennstalls

Der Teamchef von Renault kann mit den Startplätzen zwölf und 14 von Witali Petrow und Bruno Senna natürlich nicht zufrieden sein, führt diese Leistung in Abu Dhabi aber auf das Fahrzeug zurück. "Es ist eben ein grundlegendes Problem unseres Autos: Wenn es zu viele Zweiter-Gang-Kurven gibt, generiert es zu wenig Anpressdruck und das Auto ist nirgendwo, schwierig zu fahren", sagt Boullier.

"Darum haben wir Schwierigkeiten. Interlagos wird viel besser", meint der Franzose. Generell sei die Situation seines Teams aber ungeheuer schwierig. "Natürlich wünscht man sich nicht, auf manchen Strecken so schlecht auszusehen, während wir auf manchen anderen Strecken besser sind als Mercedes. Das ist nicht das Leistungsniveau, das wir erreichen wollen", stellt der Teamchef klar.

"Das ist nicht das Leistungsniveau, das wir erreichen wollen." Eric Boullier

Er würde jedoch nicht so weit gehen und sagen, dass diese Vorstellung als "peinlich" zu bezeichnen sei. Vielmehr müsse man nun eben mit der eingeschlagenen Richtung bei der Entwicklung leben. "Unsere Entscheidung war ganz klar: Als James (Allison, Technischer Direktor; Anm. d. Red.) die Idee für dieses Konzept hatte, waren wir - zu dieser Zeit vor einem Jahr - gerade mal ein Jahr alt."


Fotos: Renault, Großer Preis von Abu Dhabi


Der neue, nach vorne gerichtete Auspuff erwies sich aber nicht wie geplant als großer Segen für Renault. Trotzdem ist Boullier vom Ansatz seines Rennstalls überzeugt: "Wir waren damals damit beschäftigt, die Kultur des Teams zu verändern. Daher war es das richtige Timing, als Teamchef jedwede Innovation voll zu unterstützen, denn ich möchte Kreativität in diese Firma zurückbringen."

"Das ist schwierig zu erklären..." Eric Boullier

"So gesehen bin ich glücklich über die Entscheidung. Jetzt macht sie uns das Leben schwer, weil zum Beispiel Sponsoren fragen, was nicht stimmt, wenn wir auf einer Strecke in den Top 6 sind und auf einer anderen 15. Das ist schwierig zu erklären", gesteht Boullier. Etwas Positives kann der Franzose diesem Dilemma allerdings abgewinnen: Sein Team gehe gestärkt aus dieser Saison hervor.

"Ich kann zumindest behaupten, dass wir durch diese extreme Innovation eine Menge gelernt haben", meint der Renault-Teamchef. "Wir wissen, wie wir die Prozesse handhaben müssen, wo wir Fehler gemacht haben. Das war eine gute Erfahrung." Bezahlt machte sich die große Neuerung aber nur bedingt: Nach 17 von 19 Saisonrennen hat Renault auf Platz fünf lediglich 72 WM-Punkte gesammelt.

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