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  • 12.11.2011 · 21:09

  • von Dieter Rencken

Senna: "Force India ist uns um Lichtjahre voraus"

Bruno Senna erlebt in Abu Dhabi wie erwartet ein schwieriges Wochenende, hat die Hoffnung auf Punkte im Rennen aber noch nicht aufgegeben

(Motorsport-Total.com) - Renault-Pilot Bruno Senna qualifizierte sich in Abu Dhabi für den 14. Startplatz. Auf seinen Teamkollegen Witali Petrow fehlten dem Brasilianer in Q2 weniger als zwei Zehntelsekunden. Diese Zeit verlor er auf seiner entscheidenden Runde durch einen Fehler beim Herunterschalten.

Bruno Senna

Ein Fehler beim Herunterschalten kostete Bruno Senna einen besseren Startplatz

Im Interview spricht Senna über sein Qualifying, die gegenwärtige Position des Renault-Teams im Starterfeld, seine Erwartungen für das Rennen sowie seine bisherigen Leistungen im Team von Eric Boullier.

Frage: "Bruno, wie verlief das Wochenende bisher für dich?"
Bruno Senna: "Nicht so schlecht. Bis hierher war es ein normales Wochenende, an dem wir uns auf die Arbeit mit dem Auto konzentriert haben. Wie wir bereits im Vorfeld vermutet hatten, steht uns hier dennoch ein schwieriges Wochenende bevor. Force India ist uns im Moment um Lichtjahre voraus. Uns war klar, dass wir dicht an die Top 10 heranrücken könnten, wenn alles zu 100 Prozent passt. Das ist letztendlich auch eingetreten. Wir haben die Top 10 knapp verpasst."

"Da es in diesem Bereich des Feldes in Q2 sehr eng zuging, habe ich mir die Runden aufgespart und alles auf meinen letzten Versuch gesetzt. Meine letzte Runde hat auch richtig gut begonnen, aber in Kurve sechs habe ich mir mit einem Fehler beim Herunterschalten die gesamte Runde ruiniert. Danach war nicht mehr viel zu holen, da die Reifen am Schluss überhitzt haben. Rückblickend hätte ich auf Platz elf landen können. Es ist ein wenig frustrierend, aber morgen steht uns ein langes Rennen bevor. Die Tatsache, dass ich mit den weichen Reifen nur eine fliegende Runde zurückgelegt habe, könnte mir morgen in die Karten spielen."


Fotos: Bruno Senna, Großer Preis von Abu Dhabi


Frage: "Was hältst du im Rennen für möglich?"
Senna: "Wir müssen abwarten, wie es läuft. Grundsätzlich ist eine Platzierung in den Punkterängen immer möglich. Die Chance ist auf jeden Fall da. Wenn es uns gelingt, ein fehlerfreies Rennen hinzulegen und einige Leute ein paar Probleme bekommen, kann es klappen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits gesehen."

Frage: "Inwiefern wirken sich die verändernden Bedingungen durch das Fahren in den Abend hinein auf die Balance des Autos aus?"
Senna: "Wenn die Streckentemperatur nach unten geht, hat das natürlich Auswirkungen auf die Balance des Fahrzeugs. Das kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. All die Veränderungen vorherzusagen, ist nicht einfach. Das Potenzial für eine gute Platzierung ist auf jeden Fall vorhanden, leider konnten wir es heute nicht voll ausschöpfen."

Frage: "Was hältst du davon, dass die FIA die zweite DRS-Zone für das Rennen verlängert hat?"
Senna: "Wir haben bereits im GP2-Rennen jede Menge Action gesehen und das obwohl die Leute hier ein eher langweiliges Rennen erwartet haben. In der Formel 1 fällt es allerdings noch einmal deutlich schwerer, einem anderen Auto zu folgen. Anhand der Erfahrungen aus der Vergangenheit erwarte ich, dass die Überholmanöver eher auf der zweiten Geraden nach den Kurven acht und neun passieren werden. Das DRS wird da sicherlich helfen."

Frage: "Wie beurteilst du deine eigene Leistung in diesem Jahr bei Renault?"
Senna: "Viele Leute versichern mir, dass ich bisher einen guten Job gemacht habe. Ich sehe das ähnlich, speziell wenn man bedenkt, dass ich im Vergleich zu den anderen Jungs deutlich weniger Fahrpraxis hatte. Zuweilen war meine Leistung nicht gerade großartig. Unter den gegebenen Voraussetzungen war es aber nicht immer einfach, die Erwartungen richtig anzusetzen."

"Ich bin überzeugt, dass der von mir eingeschlagene Weg in Bezug auf das Auto der richtige ist. Aufgrund der wenigen Runden im Vorfeld eines Qualifyings habe ich nicht immer das Optimale herausholen können. In den Rennen lief es häufig besser. Hier war ich das gesamte Wochenende über sehr dicht an Witali dran, was ein gutes Zeichen ist. Vor zwei Wochen in Indien war es ähnlich. Insgesamt glaube ich, dass ich konstanter geworden bin."

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