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Renault-Shareholding: Die Fakten auf dem Tisch

Noch hat die Lotus-Gruppe keine Anteile am Renault-Team erworben, bis 2012 sollen aber 50 Prozent von Genii Capital an Lotus übergehen

(Motorsport-Total.com) - Als wäre die Verwirrung um die beiden Lotus-Teams, deren Lackierungen und juristische Verfahren noch nicht genug, gab es in den vergangenen Wochen auch widersprüchliche Berichte über das Shareholding des Renault-Teams. Bekanntlich war die Lotus-Gruppe (die nichts mehr mit dem Team Lotus von Tony Fernandes zu tun hat) Ende 2010 bei Renault eingestiegen.

Dany Bahar

Dany Bahar ist seit 20. Dezember Vorstandsmitglied des Renault-Teams

In der Pressemitteilung vom 8. Dezember hieß es wörtlich, dass die Lotus-Gruppe "einen erheblichen Anteil am Team von Genii Capital übernehmen wird". Wenig später wurde uns geflüstert, dass die Transaktion bereits über die Bühne gegangen sein und dass der Lotus-Anteil bei 50 Prozent liegen soll. Umso überraschter waren wir, als Teamchef Eric Boullier in Valencia im Interview mit 'Motorsport-Total.com' klarstellte: "Genii kontrolliert 100 Prozent."

Genii Capital, das ist die luxemburgische Investmentfirma von Gerard Lopez, Eric Lux und Romain Bontemps, die im Dezember 2009 75 Prozent des Renault-Teams übernommen hat. Renault behielt die restlichen 25 Prozent, trat diese aber inzwischen ebenfalls an Genii ab. Dies war notwendig, um den Einstieg der Lotus-Gruppe vorzubereiten, denn die besitzt die bis Ende 2012 laufende Option, bis zu 50 Prozent der Anteile zu übernehmen.

Passiert ist dies noch nicht, aber: "Es wird passieren", hören wir aus zuverlässiger Quelle. Dies sei in Stein gemeißelt und bereits entschieden. Herauszufinden, wann genau die Transaktion über die Bühne gehen wird, ist schwierig, allerdings deutet einiges darauf hin, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird. Denn im Vorstand des Teams aus Enstone haben in den vergangenen Wochen vorbereitende Veränderungen stattgefunden.

So haben nach dem Technischen Direktor Bob Bell zuletzt auch die Renault-Granden Eric Boullier und Jean-Francois Caubet ihre Vorstands-Mitgliedschaften zurückgelegt. Die beiden vakanten Sitze werden seit Dezember von Dany Bahar, dem Geschäftsführer der Lotus-Gruppe, und Syed Zainal, dem Geschäftsführer des Proton-Konzerns, dem die Lotus-Gruppe angehört, besetzt. Das deutet auf einen baldigen Anteilswechsel hin.

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