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Renault-Einstieg: Droht Pastor Maldonado das Aus?

Wieso Pastor Maldonado bei einer Renault-Übernahme von Lotus trotz Vertrags für 2016 das Aus drohen könnte und wie er seine Zukunft im Team selbst sieht

(Motorsport-Total.com) - Mark Webber würde Pastor Maldonado aus dem Fahrerlager verjagen. Der Venezolaner verfügt aber über einen aufgeblähten Geldkoffer mit den Ölmillionen aus seiner Heimat - und damit über zahlreiche Argumente für einen Formel-1-Verbleib. Doch für wen der 30-Jährige in der kommenden Saison an den Start gehen wird, ist trotzdem noch nicht restlos geklärt.

Pastor Maldonado, Mark Slade

Muss Pastor Maldonado bei Lotus vorzeitig seinen Hut nehmen? Zoom

Weil noch nicht klar ist, ob Renault das Lotus-Team übernehmen wird, hält PDVSA derzeit seine 50-Millionen-US-Dollar-Zahlung für die kommende Saison zurück. Die Franzosen hätten mit dem Mineralölkonzern Total einen Sponsor an Bord, der nicht wirklich zur größten Erdölgesellschaft Lateinamerikas passen würde. Das könnte die Karriere Maldonados, der bislang in dieser Saison zwölf WM-Punkte geholt hat, beeinträchtigen.

Doch Maldonado gibt sich gegenüber 'Autosport' gelassen: "Wir haben bis Ende der kommenden Saison einen Vertrag. Ob Renault kommt oder nicht kommt - alles sollte in Ordnung sein. Wenn sie kommen, dann heiße ich sie willkommen. Ich hoffe wirklich, dass es das Beste für das Team ist." Wenn das Team Maldonado nicht wolle, "dann schön und gut, aber die Information, die ich habe, ist eine andere. Ich denke, dass sie weiterhin mit mir arbeiten wollen. Mehr weiß ich derzeit auch nicht." Zunächst will er abwarten, was in den kommenden Wochen mit dem Team passieren wird. Erst dann könne er die nächsten Schritt einleiten.

"Ich denke, dass sie weiterhin mit mir arbeiten wollen." Pastor Maldonado

In den verbleibenden sieben Saisonrennen wird Maldonado nicht mehr in den Genuss neuer Teile kommen, denn das Team konzentriert sich längst auf die Zukunft - selbst wenn Renault übernimmt.

"So ziemlich alles ist jetzt auf 2016 ausgerichtet", bestätigt Chefingenieur Allan Permane gegenüber 'f1i.com'. Selbst der Frontflügel, den man in Spa und Monza verwendet hat, dient der Vorbereitung auf das kommende Jahr: "Das Design unterscheidet sich stark vom Standard-Frontflügel, es handelt sich also mehr um ein fortlaufendes Projekt."

Trotzdem glaubt er, dass das Force-India-Team, das in der Konstrukteurs-WM sieben Punkte vor Lotus auf Platz fünf liegt, in Reichweite ist: "Ich wüsste nicht, warum wir das nicht schaffen sollten. Es liegen noch sieben Rennen vor uns - und damit genug Zeit, um den Platz zurückzuholen."

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