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  • 21.08.2015 · 14:11

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Lotus und Renault: Chancen und Sorgen für die Fahrer

Im September will Renault über eine mögliche Rückkehr als Werksteam entscheiden: Hoffnungen bei Romain Grosjean, leichte Sorgen bei Pastor Maldonado

(Motorsport-Total.com) - "Wir sind sicher, dass es auch am Spa-Wochenende wieder weiteres Gerede geben wird" - mit diesen Worten hat Federico Gastaldi, stellvertretender Teamchef von Lotus, auf das Ende der Sommerpause geblickt. Dem Italiener ist bewusst, dass die häufigen Berichte von Zahlungsschwierigkeiten und juristischen Problemen von Teilhabern sowie die sich hinziehenden Verhandlungen mit Kaufinteressent Renault keine wirkliche Ruhe in der Mannschaft aus Enstone ermöglichen.

Romain Grosjean

Freut sich über eine mögliche Rückkehr des Renault-Werksteams: Romain Grosjean Zoom

Renault hat sich noch nicht endgültig entschieden, ob man Lotus aufkaufen und als Werksteam in der Formel 1 weitermachen möchte. Für den kommenden Monat hat man eine entscheidende Sitzung angesetzt. Sollte Renault das Team wieder übernehmen, dann würde diese Entscheidung einen ganzen Rattenschwanz nach sich ziehen. Wie soll Red Bull dann Premiumpartner im Bereich Antriebe bleiben? Was passiert mit den Fahrerverträgen?

"Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht viel darüber. Ich weiß natürlich, dass es Gespräche gibt, aber ich bin nicht derjenige, der die Vertragspapiere unterschreibt. Ich weiß vielleicht ein klein bisschen mehr als ihr, aber nicht viel", sagt Romain Grosjean zur möglichen Rückkehr eines Renault-Werksteams. Der Franzose betrachtet die Szenerie mit Freude. Sollte Renault einen großen Auftritt planen, dann hat ein Pilot mit einem französischen Pass sicherlich beste Chancen.

Franzose und französisches Team: Würde passen

"Ja, denn sollte das Team verkauft werden, dann wäre es sicherlich gut, einen französischen Fahrer in einem französischen Team zu haben. Warten wir einfach mal ab", so Grosjean, für den ein Verbleib im Team ohnehin die erste (und einzige?) Option ist. "Ich bin jetzt 29 Jahre alt. Wenn ich bis ins Alter von 35 oder 36 Jahren Formel 1 fahren könnte, wäre das großartig", sagt er. "Anschließend würde ich gerne Le Mans gewinnen. Das wäre mein Idealszenario."

Pastor Maldonado

Mal wieder in den Barrieren: Pastor Maldonado im ersten Spa-Training Zoom

So viel Gelassenheit beim Franzosen angesichts der möglichen Übernahme des Teams durch Renault vorhanden ist, so viel Bammel dürfte Teamkollege Pastor Maldonado haben. Der Venezolaner hat sich mit zahlreichen Unfällen nicht gerade beliebt gemacht, auch der teaminterne Vergleich in der WM-Wertung spricht nicht gerade für den Ex-GP2-Champion, der durch eine umfangreiche Mitgift von PDVSA (venezolanischer Ölkonzern) noch fest im Sattel sitzt.

"Auf meine Situation wird das keinen Einfluss haben", sagt er. "Ich wünsche mir einfach das Beste für das Team. Im Moment machen wir eine schwierige Zeit durch, aber wir ziehen alle an einem Strang. Klar waren zuletzt ein paar Fehler von verschiedenster Seite zu beobachten. Das liegt einfach daran, dass wir versuchen, unser Bestes zu geben. Wir sind mit unserer aktuellen Position nicht zufrieden. Ich glaube, dass wir sowohl auf als auch neben der Strecke immer noch zulegen können."

Diese Aussage, getätigt vor dem Start des ersten Freien Trainings zum Formel-1-Grand-Prix in Spa-Francorchamps, mutet kurz nach der ersten Session in Belgien seltsam an. Erneut lieferte Maldonado bei einem Abflug Kleinholz ab. Die Mechaniker ignorierten den Crashpiloten anschließend. "Ich habe eine Abmachung, die bis Ende der kommenden Saison gilt", sagt Maldonado, fügt aber gleich hinzu: "Im Moment sieht alles gut aus, aber in der Formel 1 weiß man nie, was passiert."

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