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Red Bull: Viel Schutz für Webber

Trotz verschwiegener Verletzungen und einigem Zoff mit Sebastian Vettel hat Mark Webber einen guten Stand im Team - Red-Bull-Boss Mateschitz: "Alles kein Problem"

(Motorsport-Total.com) - Das Red-Bull-Duo Sebastian Vettel und Mark Webber hat im vergangenen Jahr nicht nur auf den Formel-1-Strecken viel Show geboten. Abseits der Pisten waren die "Rivalen der Rennbahn" ebenfalls nicht gerade ein Herz und eine Seele. Es gab im Verlauf des Jahres viel internen Zoff, erst nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi brachte eine Aussprache etwas Beruhigung.

Mark Webber, Sebastian Vettel

Appell der Teamfühung an Vettel und Webber: Friede sei mit Euch! Zoom

Während Vettel mit seiner furiosen Fahrt zum Weltmeistertitel alle Herzen eroberte, war Webber der geprügelte Hund. Der Australier war sich bewusst, dass er trotz einer herausragend guten Saison eine riesige Chance verpasst hatte. Im Umgang mit dem Team machte der 34-Jährige wiederholt Fehler. Mehrfach verschwieg er seiner Mannschaft Verletzungen, die er sich in der Freizeit zugezogen hatte.

Auf höchster Ebene im Team hält man allerdings fest zu Webber. "Das Verhältnis hat sich in keinster Art und Weise geändert", sagt Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in der 'Sport Bild'. "Alles andere wäre eine Überinterpretation des Vorfalls. Nur Mark selbst und seine ihn betreuenden Ärzte können entscheiden, ob er fit genug war für die letzten Rennen, und das war er offensichtlich. Von meiner Seite alles in allem kein Problem." Die Frage nach einer Ablösung des Australiers stelle sich gar nicht, so der Österreicher.

Nachdem Webber zu Beginn der Saison 2009 bereits eine Schulterverletzung unter den Teppich gekehrt hatte, war es im Saisonfinale 2010 ein Haarriss in einem Knochen, den er nicht ans Team berichtete. "Im Nachhinein wäre es besser gewesen, er hätte gar nichts gesagt. Andernfalls hätte er es sofort sagen müssen", sagt sogar Webbers Manager Flavio Briatore - und der Italiener ist bekanntlich mit allen Wassern gewaschen.


Fotos: Präsentation des Red Bull RB7


Fest steht, dass der Vettel-Teamkollege zwar nach wie vor höchstes Ansehen genießt und unterstützt wird, er selbst allerdings fast eine reizende Gleichgültigkeit an den Tag legt. "Ich habe mich total abgeschottet und hatte bis kurz vor den Testfahrten absolut nichts mit der Entwicklung des neuen Autos zu tun", sagt Webber in der 'Sport Bild' über sein Programm im Winter. Vettel verbrachte unterdessen viele Stunden im Simulator und in Meetings mit dem Technikerstab in Milton Keynes.

Der Silverstone-Stachel sitzt beim Australier offenbar immer noch tief. Damals hatte man Webber einen neuen Frontflügel weggenommen, ihn Vettel gegeben. Frust und bissige Kommentare vom 34-Jährigen waren die Folge. Wenig später wurden die beiden teaminternen Streithähne für ein Foto in Spaßlaune zusammengestellt, um der Öffentlichkeit einen lustigen Burgfrieden vorzugaukeln - funktioniert hat dies nicht.

¿pbvin|512|3446||0|1pb¿"Man lernt immer dazu", sagt Teamchef Christian Horner, der die beiden Piloten am heimischen Grill in Großbritannien zum gemeinsamen Karaoke-Singen animierte. "Wer glaubt, er könne nicht mehr lernen, der macht einen großen Fehler. Wenn du in der Formel 1 erfolgreich sein willst, dann musst du auch auf die internen Abläufe schauen und dein Handeln reflektieren." Klartext: In einer ähnlichen Situation würde Horner nun andere Saiten aufziehen.

Noch steht der Brite aber nicht vor einer solchen Krisenlage. Und bis es so weit ist - so es denn noch einmal so weit kommt - nimmt er seinen australischen Schützling in Schutz. "Beide Piloten haben eine tolle Saison hinter sich. Sebastian hat die WM erst nach dem Finale zu ersten Mal angeführt - als es zählte. Bis dorthin hatte er oft auch Pech, aber bitte schmälert die Leistungen von Mark nicht. Er war fantastisch, hat in Barcelona und Monaco dominiert, hat insgesamt vier Rennen gewonnen. Beide waren sehr gut."

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