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Rahal: Freundschaft zu Adrian Newey hat gelitten

Der Teammanager von Jaguar Racing sprach über sein jetziges Verhältnis zu Adrian Newey

(Motorsport-Total.com) - Es hätte die Wiedervereinigung zweier alter Freunde in der Formel 1 werden sollen, zumindest war die Verpflichtung und im Vorfeld von Bobby Rahal geleistete Arbeit, seinen Freund Adrian Newey vom Wechsel zu Jaguar Racing zu überzeugen, so gedacht. Dass am Ende durch Neweys Entscheidung, doch bei McLaren bleiben zu wollen, daraus nichts wurde hat auch das Vertrauensverhältnis und die Freundschaft der beiden berührt, wie Rahal jetzt zugab.

Bobby Rahal

Bobby Rahals freunschaftliches Verhältnis zu Adrian Newey hat gelitten

"Ich denke, dass Freundschaft immer auf Vertrauen basiert und durch das, was passiert ist, ist unser freundschaftliches Verhältnis schon sehr stark belastet worden. Aber ich bin ein erwachsener Mann und das Leben hat nun einmal seine Hochs und Tiefs. Natürlich bin ich persönlich enttäuscht, aber das Leben geht weiter", erklärt Jaguar-Teammanager Bobby Rahal zum jetzigen Verhältnis zwischen ihm und Newey.

Die Frage, ob es denn überhaupt Sinn macht darauf zu bestehen jemanden zu beschäftigen, der wohl einen gültigen Vertrag mit einem Team abgeschlossen zu haben scheint, dort aber plötzlich nicht mehr anfangen will, weil er sich später anders entschieden hat, stellt sich Rahal so nicht: "Wir haben einen Vertrag mit Adrian gemacht, welcher erst nach Beendigung seines derzeit mit McLaren gültigen Vertrages beginnt; dies wird nicht vor Ende Juli des nächsten Jahres sein. Das ist also noch ein wenig hin. Wenn man sieht, was sich in dieser Sache alles innerhalb von 12 Stunden ereignet hat, dann will ich meinen, dass sich innerhalb von 14 Monaten eine ganze Menge mehr ändern kann", spielt der Amerikaner auf die Möglichkeit an, dass es sich Newey ja doch noch einmal überlegen könnte, ob er denn nun vielleicht nicht doch im Jahr 2002 für Jaguar beginnt zu arbeiten.

An den möglichen Spekulationen über die Motivation in Anbetracht der ganzen Situation möchte sich Rahal nicht beteiligen, da der 48-Jährige findet, dass man das bis zum Exzess praktizieren könnte, dadurch aber niemandem geholfen würde. Stattdessen hofft er, dass die für Dienstag anberaumte Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof in London zu Gunsten seines Teams ausfällt und Newey bestärken könnte, sich an den Vertrag mit Jaguar Racing zu halten.