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Räikkönen zuversichtlich: Neues Auto, neues Glück?

Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen kommt auch in Brasilien nicht über einen zehnten Rang im Qualifying hinaus - 2015 soll laut dem "Iceman" vieles besser werden

(Motorsport-Total.com) - Erst kürzlich war zu lesen, dass Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen seine derzeitige Situation hasst. Gut verständlich, denn der ehrgeizige Finne ist in der Saison 2014 nur ein Schatten seiner selbst. Er liegt mit gerade einmal 47 Punkten auf Rang zwölf der WM-Wertung. Vor einem Jahr schloss er die WM mit Lotus auf dem fünften Platz ab, und das obwohl er die letzten beiden Rennen aufgrund einer Rückenoperation auslassen musste.

Kimi Räikkönen

Kommt 2015 die Erlösung? Der "Iceman" hofft auf eine feurig schnelle rote Göttin Zoom

Ein Jahr später sieht die Ausgangslage in Brasilien etwas anders aus. Der Finne ist die zweite Kraft bei Ferrari. Im Duell gegen Fernando Alonso sieht der 35-Jährige alt aus. Einer der Gründe für die mäßige Vorstellung von Räikkönen in dieser Saison ist die Vorderachse des Ferrari F14 T. Räikkönen ist dafür bekannt, dass er kein Untersteuern im Lenkverhalten mag. Man habe über das Jahr viele Dinge ausprobiert, schildert Räikkönen am Samstagnachmittag in Interlagos.

"Ich denke, wir haben in diesem Jahr in den Rennen viele Dinge ausprobiert, es hat nicht funktioniert. Das hat uns vielleicht ein paar Punkte gekostet, aber wir haben Dinge probiert und vieles herausgefunden. Es war sowieso schon ein sehr schwieriges Jahr", erklärt der "Iceman".

"Ich versuche es lieber, und wenn es dann nicht klappt, okay." Räikkönen, der einen Ferrari-Vertrag für 2015 in der Tasche hat, freut sich schon auf sein neues Arbeitsgerät. "Nächstes Jahr wird anders sein, weil wir ein neues Auto haben werden, das ist eine ganz andere Geschichte. Und ich bin mir sicher es wird ein besseres Auto sein, ein besseres Paket." Das diesjährige Paket schafft es mit 196 Zählern gerade einmal auf Platz vier in der Konstrukteurs-WM.


Fotos: Kimi Räikkönen, Großer Preis von Brasilien, Samstag


Räikkönens Resümee der Saison 2014? "Wir haben viel gelernt, und wir können uns sicher verbessern." Eine viel schlechtere Saison hat Ferrari auch schon länger nicht mehr durchlebt. Es könnte die erste Saison seit 1993 ohne Ferrari-Sieg werden. Immerhin schaffte es Fernando Alonso in diesem Jahr schon zwei Mal auf das Podest.

Auch in Brasilien rückte das Podium für Räikkönen, nach dessen zehntem Platz im Qualifying, in weite Ferne. "Dieses Wochenende hat sich das Auto nicht sehr gut verhalten. Es gibt aber mit Sicherheit Bereiche, die wir verbessert haben. Ja, wir hatten Untersteuern im Qualifying, aber du wirst das Auto nie ganz perfekt hinbekommen. Auch du selbst machst Fehler, du pusht bis ans Limit", erklärt der Weltmeister von 2007.