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Räikkönen verpasst trotz Rosberg-Strafe Podium in Malaysia

Bittere Pille für Ferrari: Kimi Räikkönen fährt in Malaysia nur auf Rang vier - und das trotz Kollision und Motorschaden bei Mercedes - "Nicht genug Speed"

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Sebastian Vettel seinen Boliden im Zuge der Startkollision mit Nico Rosberg (Mercedes) und Max Verstappen (Red Bull) bereits in Runde eins abstellen musste, lagen die Hoffnungen von Ferrari ganz auf Kimi Räikkönen. Lange sah es danach aus, als könnte der Finne Schadensbegrenzung betreiben und beim Großen Preis von Malaysia zumindest aufs Podium fahren. Doch selbst das sollte Ferrari am Ende nicht gelingen.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen fährt in Malaysia das dritte Mal in Folge auf den vierten Platz Zoom

Dabei standen die Vorzeichen günstig: Mit Lewis Hamilton war ein Mercedes ausgefallen, andere musste das Feld von hinten erst wieder aufrollen. Dennoch wurde es für die Roten einmal mehr nur der undankbare vierte Platz. Der Doppelsieg von Red Bull war nach Hamiltons Motorschaden nie ernsthaft in Gefahr. Wie bereits im Qualifying am Samstag mussten sich die Roten - diesmal mit deutlichem Rückstand - dahinter einordnen.

Selbst für Rang drei reichte die Pace des SF16-H nicht. Denn Rosberg kämpfte sich bis auf den letzten Podiumsplatz vor und behielt diesen trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe von den Rennkommissaren. Diese kassierte der Mercedes-Pilot, nachdem er sich in Runde 39 mit einem harten Manöver an Räikkönen vorbeigepresst und diesen dabei berührt hatte. Dabei wurde der Frontflügel des Finnen beschädigt, dennoch konnten beide weiterfahren.

Räikkönen vs. Rosberg: 3,2 Sekunden fehlen zum Podium

Die Stewards leiteten eine Untersuchung ein und belegten Rosberg für das Verursachen einer Kollision mit der besagten Strafe. Ferrari und Räikkönen spekulierten folglich darauf, den dritten Platz beerben zu können. Dafür hätte der Rückstand auf Mercedes bis ins Ziel auf unter zehn Sekunden gehalten werden müssen - hätte. Denn letzten Endes kam Räikkönen 13,269 Sekunden hinter Rosberg ins Ziel und verpasste damit das Podium.


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Für Räikkönen ist es der dritte vierte Platz in Folge. Seit dem Großen Preis von Österreich, als er Dritter wurde, schaffte der Finne es nicht mehr aufs Podest. "Uns hat das letzte bisschen Speed gefehlt", gibt der 36-Jährige nach seinem Malaysia-Rennen zu. "Wir hatten nie wirklich eine gute Chance, sie (Mercedes; Anm. d. R.) herauszufordern. Wir haben unser Bestes gegeben, aber am Ende einfach zu viel Zeit verloren."

Schuld daran sei auch der kleine Schaden an seinem Auto gewesen, den er sich bei der Kollision mit Rosberg zugezogen hatte. Letztlich habe es an hinreichend schnellen Rundenzeiten gemangelt, sodass der Rückstand doch noch auf über zehn Sekunden anstieg. Räikkönen weiß: "Natürlich ist das nicht die Position, auf der wir landen wollen. Für mehr hat es heute aber leider nicht gereicht."


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Unter den gegebenen Umständen ist das besonders bitter, denn Malaysia hat gezeigt, dass Ferrari derzeit auch dann nicht in Lage ist, aufs Podest zu fahren, wenn Mercedes strauchelt. Stattdessen zog ein Rosberg noch vom letzten Platz aus an ihnen vorbei. Zudem scheint Red Bull als zweitstärkste Kraft ebenfalls langsam, aber sicher enteilt. In der WM-Tabelle liegt die Scuderia mit 313 Zählern 46 Punkte zurück. Noch fünf Rennen sind zu fahren.

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