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  • 07.10.2014 · 19:43

  • von Roman Wittemeier

Räikkönen: "Kann es überhaupt 100 Prozent sicher sein?"

Der schwere Unfall von Jules Bianchi in Suzuka war aus Sicht von Ferrari-Star Kimi Räikkönen "großes Pech" - Bedingungen "waren schon mal schlimmer"

(Motorsport-Total.com) - Die Motorsportwelt bangt um die Gesundheit von Jules Bianchi. Der Franzose hatte sich am vergangenen Sonntag im Grand Prix von Japan bei einem heftigen Zusammenstoß seines Marussias mit einem Bergungsfahrzeug schwerste Kopfverletzungen zugezogen. In einer Klinik nahe Suzuka kämpfen renommierte Ärzte um das Leben des 25-Jährigen. "Dieser Unfall war das Resultat von sehr großem Pech", meint Kimi Räikkönen beim TV-Sender 'MTV3'.

Kimi Räikkönen

Wirbelte in Suzuka viel Wasser auf: Der Ferrari von Kimi Räikkönen Zoom

Der finnische Ferrari-Pilot teilt die Kritik an der Rennleitung nicht. Nach dem Crash waren sofort Stimmen laut geworden, die einen schnelleren Einsatz des Safety-Cars oder einen noch früheren Abbruch des Rennens anmahnten. "Wir sind schon unter viel schwierigeren Umständen gefahren", relativiert Räikkönen die Aussagen über die angeblich "unmöglichen Bedingungen" in jener Phase vor dem Abbruch. "Vor dem Abbruch war eigentlich alles in Ordnung."

"War es sicher, zu jenem Zeitpunkt das Rennen zu fahren? Kann es eigentlich jemals überhaupt zu 100 Prozent sicher sein?", fragt der erfahrene Finne, der sich der Risiken im Motorsport bewusst ist. "Im Regen ist es natürlich immer schwierig. Vor allem wegen der Gischt, wenn man dicht hintereinander fährt - und das dann auch noch mit abgenutzten Reifen. Letztlich sollten wir das tun, was wir immer tun sollten: aus dem Vorfall lernen und somit verhindern, dass sich so etwas wiederholen kann."